Visa und Bridge, ein Fintech-Unternehmen im Besitz von Stripe, planen, bis Ende 2026 stablecoin-verknüpfte Zahlungskarten in mehr als 100 Länder zu bringen, wobei der erste Rollout bereits 18 Länder in Lateinamerika umfasst.
Lebensmitteleinkäufe und Restaurantrechnungen gehören inzwischen zu den häufigsten Verwendungszwecken von Krypto-verknüpften Karten, wie Daten aus OKX's europäischem Kartenprodukt zeigen. Im Januar machten Supermarkteinkäufe mehr als ein Viertel aller Transaktionen auf der OKX-Karte aus, gefolgt von Restaurants mit 18 % und Online-Shopping mit 13 %.
Die Zahlen deuten auf etwas Größeres hin, das sich im Zahlungsbereich vollzieht. Das monatliche Transaktionsvolumen bei Krypto-verknüpften Debit- und Kreditkarten ist im Vergleich zum Vorjahr um 230 % gestiegen, wobei das kumulierte Volumen in diesem Monat 7,8 Milliarden US-Dollar erreicht hat, basierend auf Daten des Marktforschungsmagazins The Kobeissi Letter.
Der Zugang zu Stablecoins wird weithin als Beschleuniger dieses Trends angesehen. Mehr Karteninhaber können jetzt an den Dollar gekoppelte digitale Vermögenswerte anstelle von Landeswährungen ausgeben, was die Akzeptanz schneller vorantreibt als in den Vorjahren.
The Kobeissi Letter bringt es auf den Punkt: Die Akzeptanz von Krypto-Karten hat 2026 schnell zugenommen, weil immer mehr Menschen Stablecoins so ausgeben können wie Bargeld. Die Karten laufen auf bekannten Zahlungsnetzwerken – sie ersetzen diese nicht.
Visa nimmt in diesem Bereich eine dominierende Stellung ein und erfasst rund 90 % des Krypto-Karten-Transaktionsvolumens durch Partnerschaften mit blockchain-nativen Unternehmen. Einer dieser Partner ist Jupiter Global, das Zahlungsprojekt, das mit der dezentralen Börse Jupiter im Solana-Netzwerk verbunden ist.
OKX hat im Januar seine Stablecoin-Karte für europäische Kunden eingeführt, die auf dem Mastercard-Netzwerk läuft. Die Ausgabendaten dieser Karte bieten einen praxisnahen Einblick, wie Menschen digitale Vermögenswerte tatsächlich im Alltag nutzen.
Expansionspläne signalisieren größere AmbitionenArgentinien, Kolumbien, Ecuador, Mexiko, Peru und Chile gehören zu den Ländern, die bereits im Visa-Bridge-Rollout enthalten sind. Als nächstes sind berichten zufolge Asien-Pazifik, Afrika und der Nahe Osten dran, mit einer geplanten Expansion noch vor Jahresende.
Das Gesamtbild zeigt, dass Krypto-Zahlungen im täglichen Zahlungsverkehr einen Platz finden, ohne die Unternehmen zu verdrängen, die die Branche seit Langem dominieren. Visa und Mastercard werden nicht verdrängt – sie sind es, die die neuen Schienen tragen.
Beitragsbild von Pexels, Chart von TradingView


