Nach monatelangen Verhandlungen zwischen der Krypto-Industrie, dem Bankensektor und Gesetzgebern, die öffentlich Änderungen gefordert hatten, hat der lang erwartete CLARITY Act einen wichtigen Schritt in Richtung Gesetz genommen.
Das Gesetz erhielt parteiübergreifende Unterstützung im Bankenausschuss des Senats und überwand damit die letzte Hürde vor der vollständigen Senatssitzung auf dem Weg zur nächsten Phase des Gesetzgebungsverfahrens.
Die Ausschussabstimmung verlief weitgehend nach Parteilinien und wurde mit 15–9 angenommen. Senator Ruben Gallego aus Arizona und Senatorin Angela Alsobrooks aus Maryland schlossen sich berichten zufolge allen Republikanern im Ausschuss bei der Unterstützung des Gesetzentwurfs an.
Ausschussvorsitzender Tim Scott erklärte, das Ziel sei es, das Gesetz voranzutreiben, um dem Sektor klarere Leitlinien und Standards zu bieten. Er argumentierte, dass die digitale Wirtschaft seit langer Zeit in einer regulatorischen Grauzone feststecke und Entwickler, Unternehmer und Investoren mit Unsicherheiten und Durchsetzungsmaßnahmen konfrontiert seien, anstatt klare und vorhersehbare „Spielregeln" zu haben.
Die Anhörung umfasste auch die Diskussion von Änderungsanträgen demokratischer Senatoren, die auf Bedenken hinsichtlich Themen wie Stablecoin-Renditen und Maßnahmen zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) eingehen sollten.
Laut CNBC wurden diese Änderungsanträge entweder abgelehnt oder von Scott mit der Begründung zurückgewiesen, dass sie nicht korrekt formuliert seien und im laufenden Verfahren nicht eingebracht werden könnten.
Sollte der CLARITY Act den vollständigen Senat passieren, steht ihm noch eine zweite große Hürde bevor: die Zustimmung des Repräsentantenhauses. Das Repräsentantenhaus hat bereits zuvor gehandelt, jedoch eine andere Version des Gesetzentwurfs im vergangenen Herbst verabschiedet.
Das bedeutet, dass für die Gesetzgebung möglicherweise eine weitere Abstimmung zwischen dem endgültigen Senatsentwurf und der früheren Version des Repräsentantenhauses erforderlich sein könnte, bevor sie weitergeleitet werden kann.
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