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Bankenausschuss des US-Senats lehnt DeFi-Geldwäschebekämpfungsbestimmung beim CLARITY Act Markup ab
Der Bankenausschuss des US-Senats hat einen vorgeschlagenen Änderungsantrag zum CLARITY Act abgelehnt, der Anforderungen zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) für DeFi (Dezentralisierte Finanzen)-Protokolle eingeführt und die Haftung ihrer Entwickler festgelegt hätte. Die Entscheidung fiel während der Markup-Sitzung des Ausschusses zum Gesetzentwurf und verdeutlicht die zunehmende parteipolitische Spaltung darüber, wie aufkommende Kryptowährung-Technologien reguliert werden sollen.
Der von Senator Chris Van Hollen (D-MD) eingebrachte Änderungsantrag sollte DeFi-Plattformen ausdrücklich den bestehenden Verpflichtungen des Bank Secrecy Act unterwerfen. Ein zentraler Bestandteil des Vorschlags hätte Entwickler rechtlich haftbar gemacht, wenn sie absichtlich Software entworfen oder gepflegt hätten, die illegale Finanzströme erleichtert. Van Hollen argumentierte, dass DeFi ohne eine solche Maßnahme eine erhebliche Lücke im US-amerikanischen Geldwäschebekämpfungsrahmen bleiben würde und möglicherweise die Umgehung von Sanktionen und andere Finanzverbrechen ermöglichen könnte.
Senatorin Cynthia Lummis (R-WY) führte den Widerstand gegen die Bestimmung an und argumentierte, dass die aktuellen Bundesgesetze bereits ausreichende Mittel zur Verfügung stellen, um schlechte Akteure zu verfolgen. Lummis, eine bekannte Fürsprecherin der Krypto-Branche, warnte, dass die weit gefasste Sprache des Änderungsantrags Innovationen hemmen könnte, indem sie Compliance-Belastungen auf Softwareentwickler auferlegt, die keine direkte Kontrolle darüber haben, wie ihr Code verwendet wird. Das Argument fand bei mehreren Ausschussmitgliedern Anklang, die ihre Besorgnis darüber äußerten, die DeFi-Entwicklung ins Ausland zu treiben.
Der CLARITY Act, formal betitelt als Crypto Legal Authority and Regulatory Transparency Act, soll klarere regulatorische Leitlinien für digitale Assets bereitstellen. Während die Ablehnung der DeFi (Dezentralisierte Finanzen)-AML-Bestimmung eines der umstrittensten Elemente des Gesetzentwurfs beseitigt, könnte sie auch die Wirksamkeit der Gesetzgebung bei der Bekämpfung dessen verringern, was die Regulierungsbehörden als zentrale Schwachstelle identifiziert haben. Das Finanzministerium hat DeFi zuvor als wachsenden Vektor für Geldwäsche eingestuft, obwohl es auch die technischen Herausforderungen bei der Durchsetzung traditioneller Finanzvorschriften in dezentralisierten Netzwerken anerkannt hat.
Für DeFi-Entwickler und -Nutzer bietet die Entscheidung des Ausschusses eine vorübergehende Atempause vor der Aussicht auf direkte Haftung. Die Debatte ist jedoch noch lange nicht beendet. Die Ablehnung der Bestimmung schließt künftige Gesetzgebungsversuche nicht aus, und Regulierungsbehörden wie das Financial Crimes Enforcement Network (FinCEN) erkunden weiterhin ihre eigene Regelgebungsbefugnis. Branchenbeobachter stellen fest, dass das Ergebnis einen vorsichtigen Ansatz der Gesetzgeber signalisiert, die noch damit ringen, wie Innovation mit dem Schutz von Verbrauchern und der nationalen Sicherheit in Einklang gebracht werden kann.
Die Entscheidung des Bankenausschusses des US-Senats, die DeFi-AML-Bestimmung aus dem CLARITY Act zu streichen, markiert einen bedeutenden Moment im anhaltenden Gesetzgebungsstreit über die Kryptowährung-Regulierung. Während der Schritt von vielen in der Krypto-Branche begrüßt wurde, lässt er eine kritische politische Frage ungelöst: wie illegale Finanzierungen in einer Technologie verhindert werden können, die ohne traditionelle Intermediäre funktioniert. Da der CLARITY Act voranschreitet, wird die Debatte über die Haftung von Entwicklern und die DeFi-Aufsicht wahrscheinlich wieder auftauchen, entweder im Repräsentantenhaus oder während eines möglichen Vermittlungsverfahrens.
F1: Was ist der CLARITY Act?
Der CLARITY Act ist ein vorgeschlagenes US-Gesetz, das darauf abzielt, einen klareren regulatorischen Rahmen für digitale Assets bereitzustellen, einschließlich Definitionen, wann eine Kryptowährung ein Wertpapier oder eine Ware ist.
F2: Warum wurde die DeFi-AML-Bestimmung abgelehnt?
Senatorin Cynthia Lummis und andere Gegner argumentierten, dass die bestehenden Gesetze ausreichend sind und dass die Bestimmung dem US-amerikanischen Technologiesektor schaden könnte, indem sie Entwickler für die Handlungen von Nutzern haftbar macht.
F3: Was kommt als Nächstes für die DeFi-Regulierung?
Die Ablehnung beendet das regulatorische Gespräch nicht. Bundesbehörden wie FinCEN können eigene Regeln verfolgen, und das Thema könnte in zukünftiger Gesetzgebung oder während der Beratung des CLARITY Act im Repräsentantenhaus erneut aufgegriffen werden.
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