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Gold hält sich nahe der Tiefststände, da heiße CPI-Daten die Erwartungen an Fed-Zinserhöhungen und den Dollar stärken
Die Goldpreise standen am Mittwoch weiterhin unter Druck und notierten nahe der jüngsten Tiefststände, nachdem ein höher als erwarteter US-Verbraucherpreisindex (CPI) die Erwartungen verstärkte, dass die Federal Reserve ihren aggressiven Zinserhöhungszyklus beibehalten wird. Der stärkere Dollar, gestützt durch die Inflationsdaten, lastete zusätzlich auf dem Edelmetall, das in der US-Währung bepreist wird.
Das US Bureau of Labor Statistics berichtete, dass der Gesamt-CPI im Januar gegenüber dem Vormonat um 0,4 % gestiegen ist und damit die Konsensschätzung von 0,3 % übertraf. Auf Jahresbasis lag die Inflation bei 3,1 % und damit über der Prognose von 2,9 %. Der Kern-CPI, der volatile Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, stieg ebenfalls um 0,4 % monatlich und 3,9 % im Jahresvergleich – beide Werte über den Erwartungen.
Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Inflation hartnäckiger bleibt, als viele Politiker und Investoren gehofft hatten. Die Daten zerstörten effektiv alle verbleibenden Hoffnungen auf eine kurzfristige Pause oder Umkehr in der Zinserhöhungskampagne der Fed. Die marktimplizierten Wahrscheinlichkeiten für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf der FOMC-Sitzung im März stiegen unmittelbar nach der Veröffentlichung auf über 80 %.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb aus sechs Hauptwährungen misst, sprang an dem Tag um mehr als 0,6 % und durchbrach die Marke von 104,50. Ein stärkerer Dollar macht Gold, das in Dollar denominiert ist, für Inhaber anderer Währungen in der Regel teurer und reduziert die Nachfrage.
Gold, ein nicht-verzinsliches Asset, ist auch besonders empfindlich gegenüber steigenden Zinssätzen. Höhere Zinsen erhöhen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold, das keine Zinsen oder Dividenden zahlt, im Vergleich zu renditetragenden Anlagen wie Anleihen. Die 10-jährige US-Staatsanleihenrendite stieg nach der CPI-Veröffentlichung auf 4,3 % und minderte Golds Attraktivität weiter.
Die unmittelbare Reaktion am Goldmarkt war ein starker Ausverkauf, wobei Spot-Gold auf rund 1.990 USD pro Unze fiel – den niedrigsten Stand seit über einer Woche. Das Metall hat damit die meisten Gewinne wieder abgegeben, die es Ende Januar durch Safe-Haven-Käufe im Zusammenhang mit geopolitischen Spannungen im Nahen Osten erzielt hatte.
Analysten stellen fest, dass die Preisentwicklung von Gold stark von den eingehenden Wirtschaftsdaten und dem Kurs der Fed-Politik abhängen wird. Sollten bevorstehende Berichte zu Erzeugerpreisen (PPI) und Einzelhandelsumsätzen ebenfalls auf eine anhaltende Inflation hinweisen, könnte Gold die Unterstützungsstufe von 1.950 USD testen. Umgekehrt könnten Anzeichen einer wirtschaftlichen Abschwächung oder dovishe Fed-Kommentare einen Preisboden bieten.
Der höher als erwartete Januar-CPI-Bericht hat die Markterwartungen für die Federal-Reserve-Politik neu kalibriert, den Dollar nach oben getrieben und Gold in die Defensive gedrängt. Derzeit ist das Edelmetall zwischen hartnäckiger Inflation und einer hawkischen Zentralbank gefangen, mit wenig unmittelbarem Katalysator für eine nachhaltige Erholung. Investoren werden die bevorstehenden Wirtschaftsdaten und Fed-Reden genau beobachten, um weitere Hinweise zur Handelsrichtung zu erhalten.
F1: Warum beeinflusst ein hoher CPI-Bericht die Goldpreise?
Ein hoher CPI deutet auf anhaltende Inflation hin, was die Federal Reserve dazu veranlasst, die Zinsen zu erhöhen. Höhere Zinsen steigern die Opportunitätskosten für das Halten von nicht-verzinslichem Gold und stärken den Dollar – beides übt Abwärtsdruck auf die Goldpreise aus.
F2: Was ist die aktuelle Unterstützungsstufe für Gold?
Nach dem CPI-getriebenen Ausverkauf testet Gold die Marke von 1.990 USD pro Unze. Ein Durchbruch darunter könnte den Weg zur Unterstützungszone bei 1.950 USD öffnen, die in den letzten Monaten gehalten hat.
F3: Könnte Gold trotz Fed-Zinserhöhungen in diesem Jahr noch steigen?
Ja, Gold könnte steigen, wenn sich die Wirtschaftsdaten deutlich abschwächen und die Fed zu einer weniger hawkischen Haltung schwenkt, oder wenn geopolitische Spannungen eskalieren und die Safe-Haven-Nachfrage ankurbeln. Ein starker Dollar und hohe Zinsen bleiben jedoch kurzfristig Gegenwind.
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