Archers Q1-Ergebnisse sollten nie von der Umsatzzahl abhängen. Bei 1,6 Millionen US-Dollar ist die Zahl eher ein Platzhalter als ein Geschäftsbeweis. Was Investoren beobachteten, war der FAA-Weg, die Liquiditätsposition und ob der Startzeitplan 2026 noch intakt war. In allen drei Punkten lieferte Archer.
Die ACHR-Aktie stieg nach den Ergebnissen im nachbörslichen Handel um rund 6 % auf etwa 6,96 US-Dollar. Die Aktie liegt im Vergleich zu den letzten 12 Monaten noch 26 % im Minus.
Archer Aviation Inc., ACHR
Der bereinigte EBITDA-Verlust lag bei 172,5 Millionen US-Dollar, innerhalb von Archers eigener Prognosespanne von 160 Millionen bis 180 Millionen US-Dollar und leicht besser als die Wall-Street-Schätzung von 175 Millionen US-Dollar. Der Nettoverlust weitete sich auf 217,7 Millionen US-Dollar aus, verglichen mit 188,9 Millionen US-Dollar im Vorquartal, da die Ausgaben für FAA-Zertifizierung, Flugtests und neue Verteidigungsarbeiten stiegen.
Der Umsatz stieg von 0,3 Millionen US-Dollar in Q4 2025 auf 1,6 Millionen US-Dollar. Dieses Geld stammte aus Archers erweitertem Betrieb am Hawthorne Airport in Los Angeles, nicht von zahlenden Passagieren.
Die Schlagzeile des Quartals war nicht finanzieller Natur. Im April gab Archer bekannt, dass es das erste eVTOL-Unternehmen wurde, das Phase 3 des vierphasigen Musterzulassungsverfahrens der FAA abgeschlossen hat. Das Unternehmen befindet sich nun in Phase 4, in der es nachweisen muss, dass sein Midnight-Flugzeug die FAA-Luftsicherheitsstandards durch Tests und Überprüfungen erfüllt.
Das ist ein Hinweis auf seine wachsenden Verteidigungsarbeiten. Archer entwickelt in Partnerschaft mit Anduril ein hybrides Verteidigungsflugzeug und fügt damit neben seinen kommerziellen Startplänen eine zweite Spur hinzu.
Archer bestätigte außerdem, dass es sich darauf vorbereitet, als offizieller Lufttaxi-Anbieter bei den Olympischen Spielen LA28 zu fungieren.
Archer beendete Q1 mit rund 1,8 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln. Der Bargeldbestand sank jedoch gegenüber Q4 um 188,8 Millionen US-Dollar, wobei 149,1 Millionen US-Dollar für den Kernbetrieb und 32,6 Millionen US-Dollar für Kapitalausgaben verwendet wurden.
Die Wall Street erwartet, dass Archer 2026 rund 600 Millionen US-Dollar und 2027 rund 740 Millionen US-Dollar verbrauchen wird, wobei ein positiver freier Cashflow erst 2029 erwartet wird, wenn der Jahresumsatz auf 1,6 Milliarden US-Dollar prognostiziert wird.
Für Q2 prognostizierte Archer einen bereinigten EBITDA-Verlust von 170 Millionen bis 200 Millionen US-Dollar. Das bringt die aktuelle Wall-Street-Schätzung von 177 Millionen US-Dollar komfortabel in die Mitte der Spanne.
Das Unternehmen erwähnte die VAE in seinem Q1-Aktionärsbrief nicht. Archer hatte zuvor geplant, dort 2026 den kommerziellen Betrieb aufzunehmen, und geopolitische Spannungen könnten diesen Zeitplan beeinflussen.
Fünf Wall-Street-Analysten beobachten die Aktie mit einem Strong-Buy-Konsens und einem durchschnittlichen Kursziel von 14,25 US-Dollar, was einem Aufwärtspotenzial von rund 117 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspricht.
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