NVIDIA-Chef Jensen Huang sprach am Sonntag, dem 10.05.2025, die Absolventen der Carnegie Mellon University an. Bei der Abschlussfeier erhielt er die Ehrendoktorwürde.
Huang sagte, künstliche Intelligenz werde Intelligenz für jeden zu einem allgemeinen Gut machen. Er argumentierte, die Technologie werde Milliarden von Menschen erreichen, die bisher noch nie Zugang zu Rechenleistung hatten. Seine Ausführungen berührten die Themen Arbeitsplätze, Sicherheit und Amerikas industrielle Zukunft.
Huang sagte den Absolventen, KI biete eine historische Chance, benachteiligte Bevölkerungsgruppen zu erreichen. Er erklärte: „Wir haben die Möglichkeit, die technologische Kluft zu überbrücken – und die Kraft des Rechnens und der Intelligenz erstmals Milliarden von Menschen zugänglich zu machen."
Er nannte Zimmerleute und Ladenbesitzer als Beispiele für Menschen, die von diesem Wandel profitieren würden. Dies sind Gruppen, die traditionell außerhalb der Technologiewirtschaft geblieben sind.
Er bezeichnete den aktuellen KI-Ausbau als Amerikas Moment der Reindustrialisierung. Laut Huang erfordert der Bau von Chipfabriken und Rechenzentren nicht nur Ingenieure, sondern auch Klempner und Schlosser.
NVIDIAs Chips betreiben derzeit Rechenzentren von Amazon, Microsoft, Google und Meta. Damit positioniert sich das Unternehmen im Zentrum der globalen KI-Lieferkette.
Huang widersprach der Ansicht, KI werde menschliche Arbeitskräfte verdrängen. In seiner Argumentation zog er eine klare Grenze zwischen Aufgaben und Zweck.
Ein Radiologe, so erklärte er, tue mehr als nur Scans lesen – er kümmere sich um Patienten. KI übernehme die wiederkehrenden Aufgaben, während der Mensch sich auf die anspruchsvollere Patientenversorgung konzentriere.
Er schloss diesen Abschnitt mit einem breiteren historischen Hinweis. „Jede große technologische Revolution in der Geschichte hat neben Chancen auch Angst erzeugt", sagte er den Absolventen.
Wenn die Gesellschaft Technologie offen und verantwortungsvoll nutze, erweitere sich das menschliche Potenzial, fügte er hinzu. Er forderte die Absolventen auf, KI mit Optimismus statt mit Widerstand zu begegnen.
Huang rief Wissenschaftler, Ingenieure und politische Entscheidungsträger dazu auf, KI-Fähigkeiten und Sicherheit parallel zu entwickeln. Er warnte, dass Schutzmechanismen mit dem schnellen Wachstum der Technologie Schritt halten müssen.
Direkt darauf eingehend sagte er, die Gesellschaft müsse Technologie „offen, verantwortungsvoll und optimistisch" nutzen, um das menschliche Potenzial zu entfalten. Seine Ausführungen brachten eine besonnene Stimme in die laufende globale Debatte über KI-Regulierung ein.
In seiner Rede würdigte er die lange Geschichte der Carnegie Mellon University in der KI-Forschung. Das Logic-Theorist-Programm der Universität aus den 1950er Jahren gehörte zu den von ihm genannten Beispielen.
Er verwies auch auf das 1979 gegründete Robotics Institute und bezeichnete beide als Säulen der amerikanischen technologischen Führungsrolle. Huang beschrieb diese Beiträge als Fundament, auf dem die aktuelle Generation aufbauen müsse.
Er forderte die Absolventen heraus, KI als inklusives Werkzeug zu betrachten, nicht als eines, das der Elite vorbehalten ist. Der Moment, so sagte er, sei ein Auftrag zum Gestalten.
Dieser Auftrag richtete sich an alle im Raum – Wissenschaftler, Ingenieure und politische Entscheidungsträger gleichermaßen. Die Botschaft war klar: Fortschritt erfordert aktive Beteiligung, nicht bloßes Beobachten.
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