Eine neue Umfrage zeigt, dass 35 % der europäischen Investoren für bessere Krypto-Dienste die Bank wechseln würden, was die steigende Nachfrage nach digitalem Asset-Zugang im Bankwesen unterstreicht.Eine neue Umfrage zeigt, dass 35 % der europäischen Investoren für bessere Krypto-Dienste die Bank wechseln würden, was die steigende Nachfrage nach digitalem Asset-Zugang im Bankwesen unterstreicht.

35% der europäischen Investoren würden für bessere Krypto-Dienste die Bank wechseln

2026/04/27 08:54
4 Min. Lesezeit
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Laut einer groß angelegten Umfrage, die Boerse Stuttgart Digital in diesem Monat veröffentlicht hat, würden mehr als ein Drittel der europäischen Investoren erwägen, ihre Bank zu wechseln, wenn ein anderes Institut bessere Kryptowährung-Investitionsoptionen anbieten würde.

Die Studie, die vom Marktforschungsunternehmen Marketagent durchgeführt wurde, sammelte 6.051 Online-Antworten von Investoren im Alter von 18 bis 70 Jahren aus Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich zwischen August 2025 und Januar 2026. Das Hauptergebnis: 35 % der Befragten könnten sich vorstellen, ihre Bank für einen besseren Krypto-Zugang zu wechseln.

Die Wechselbereitschaft war nicht gleichmäßig verteilt. Spanien führte mit 40 %, gefolgt von Italien mit 35 %, Frankreich mit 33 % und Deutschland mit 29 %. Die Lücke deutet darauf hin, dass Märkte mit weniger etablierter Krypto-Infrastruktur möglicherweise stärkeren Druck verspüren, dass Banken handeln.

Jeder vierte europäische Investor hält bereits Krypto

Wichtigste Erkenntnisse

  • 35 % der europäischen Investoren, die befragt wurden, würden einen Bankwechsel für bessere Krypto-Dienste in Betracht ziehen.
  • 25 % halten bereits Krypto, wobei Spanien mit knapp 28 % die höchste Akzeptanz aufweist.
  • 76 % glauben, dass Krypto unzureichend reguliert ist, doch fast die Hälfte gab an, dass EU-Regeln ihr Vertrauen stärken.

Die Umfrage ergab, dass 25 % der Befragten bereits in digitale Assets investiert hatten. Spanien stand erneut an der Spitze mit knapp 28 %, gefolgt von Deutschland mit 25 %, Italien mit 24 % und Frankreich mit 23 %.

Über die aktuellen Inhaber hinaus gaben fast ein Fünftel der Investoren an, dass sie erwarten, dass ihre Hauptbank innerhalb von drei Jahren Krypto-Zugang anbietet. Deutschland führte diese Erwartung mit 22 %, gefolgt von Spanien mit 19 %, Italien mit 18 % und Frankreich mit 16 %.

Diese Zahlen fallen in eine Zeit, in der DeFi (Dezentralisierte Finanzen)-Protokolle Sicherheitsherausforderungen bewältigen und institutionelle Produkte wie Spot-Krypto-ETFs erhebliches Kapital anziehen – beides Signale, dass digitale Asset-Dienste sich dem Mainstream-Finanzwesen annähern.

Vertrauenslücke: Investoren wollen Banken, nicht nur Krypto-Plattformen

Die Umfrage enthüllte eine bemerkenswerte Vertrauensdynamik. Investoren vertrauten ihrer Hauptbank für den Krypto-Handel mehr als doppelt so häufig wie spezialisierten Krypto-Plattformen. In Frankreich erreichte dieser Bank-Vertrauenswert 46 %.

Diese Präferenz ist bedeutsam, weil dieselben Befragten erhebliche Hindernisse nannten. Über 60 % gaben an, sich über digitale Assets schlecht informiert zu fühlen. Gleichzeitig glauben 76 %, dass Krypto unzureichend reguliert ist, und 69 % empfinden es als zu komplex.

Die Kombination aus hohem Vertrauen in Banken und geringem Vertrauen in den aktuellen Zustand von Krypto schafft eine klare Öffnung. Investoren fordern keinen unregulierten Zugang zu volatilen Token; sie wollen vertraute, konforme Institutionen, die die Lücke schließen. Dies ist die Art von Wandel, der neu gestalten könnte, wie traditionelle Banken an digitale Assets herangehen, ähnlich wie groß angelegte institutionelle Bewegungen in Ethereum wachsendes Vertrauen in die zugrunde liegende Infrastruktur signalisiert haben.

Dr. Matthias Voelkel, CEO von Boerse Stuttgart Digital, bekräftigte diesen Punkt und stellte fest, dass Vertrauen und klare Regulierung für die nächste Phase der Krypto-Akzeptanz in Europa unerlässlich sind.

MiCA bereitet die Bühne für bankgeführten Krypto-Wettbewerb

Die Umfrage erscheint Monate nachdem die EU-Verordnung über Märkte für Krypto-Assets in Kraft getreten ist. Die ESMA bestätigte, dass das MiCA-Regime für Krypto-Asset-Dienstleister am 30.12.2024 in Kraft trat und einen einheitlichen Lizenzierungsrahmen für alle Mitgliedstaaten schuf.

Boerse Stuttgart Digital selbst wurde im Februar 2025 zum ersten deutschen Anbieter, der eine EU-weite MiCAR-Lizenz erhielt, und positionierte sich damit als früher Akteur im regulierten Infrastrukturbereich.

Für traditionelle Banken stellt die 35-%-Wechselzahl sowohl ein Bindungsrisiko als auch eine Akquisitionschance dar. Banken, die regulierte Krypto-Dienste integrieren, könnten die Nachfrage von Wettbewerbern abschöpfen, die sich langsam anpassen. Diejenigen, die zögern, könnten feststellen, dass ein bedeutender Anteil ihrer Investorenbasis bereits anderswo schaut.

Die Umsetzungsherausforderungen bleiben real. Banken müssen Compliance-Kosten, Technologieintegration und die in der Umfrage identifizierte Wahrnehmungslücke bewältigen, bei der sich die meisten Investoren nach wie vor schlecht informiert fühlen. Aber die regulatorische Grundlage ist nun vorhanden, und das Nachfragesignal von über 6.000 befragten Investoren aus vier der größten Volkswirtschaften Europas ist schwer zu ignorieren.

Haftungsausschluss: Dieser Artikel dient nur zu Informationszwecken und stellt keine Finanz- oder Anlageberatung dar. Kryptowährungs- und digitale Asset-Märkte sind mit erheblichen Risiken verbunden. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch, bevor Sie Entscheidungen treffen.

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