Die Circle Internet Group fiel am Dienstag stark, nachdem Details eines überarbeiteten Krypto-Gesetzes des Senats die Anleger verunsicherten. Die vorgeschlagene Gesetzgebung würde die Rendite auf Stablecoins faktisch verbieten — ein Merkmal, das zu einem wichtigen Verkaufsargument für USDC-Inhaber geworden ist.
Circle Internet Group, CRCL
Bei dem fraglichen Gesetz handelt es sich um den Clarity Act. Eine Version, die an Mitglieder der Blockchain Association verteilt wurde, würde Plattformen verbieten, „direkt oder indirekt" Rendite für das Halten eines Stablecoins anzubieten oder auf eine Weise, die wie eine Bankeinlage funktioniert.
Die Einschränkung würde weitreichend gelten — sie umfasst Börsen, Broker und deren verbundene Unternehmen. Die Formulierung verbietet alles, was „wirtschaftlich oder funktional gleichwertig" mit Zinsen ist, was wenig Spielraum für kreative Umgehungsmöglichkeiten lässt.
Circle ist der Emittent von USDC, dem zweitgrößten Stablecoin nach Marktumlauf. Das Unternehmen generiert Einnahmen aus Reserven, die USDC unterlegen, die hauptsächlich in Staatsanleihen und umgekehrten Pensionsgeschäften gehalten werden.
Die CRCL-Aktie war am Dienstag um rund 20% gesunken. Die Aktie wird erst seit Anfang des Jahres öffentlich gehandelt, was dies zu einer ihrer stärksten Einzeltagsbewegungen macht.
Coinbase (COIN) fiel am Dienstag um über 10%. Das ist nicht überraschend — Coinbase und Circle teilen sich die Einnahmen aus den USDC-Reserven, und Coinbase bietet Kunden derzeit eine Rendite von 3,5% auf ihre USDC-Bestände.
Wenn dieses Renditeprodukt verboten wird, entfällt einer der eindeutigsten Gründe für Privatanleger, USDC gegenüber konkurrierenden Stablecoins zu halten oder das Geld einfach anderswo aufzubewahren.
Coinbase-CEO Brian Armstrong hatte zuvor seine Unterstützung für eine frühere Version des Clarity Act zurückgezogen, als ein Renditeverbot mit Unterstützung von Bankmanagern vorgeschlagen wurde. Diese Spannung ist nicht verschwunden.
Der Vorschlag ist keine vollständige Abschaffung von Stablecoin-Anreizen. Aktivitätsbasierte Prämien, die an das Nutzerverhalten gebunden sind — Treueprogramme, Werbeboni oder Abo-Vorteile — wären weiterhin erlaubt, solange sie nicht als gleichwertig mit Zinszahlungen gelten.
Das Gesetz würde die SEC, CFTC und das Finanzministerium anweisen, innerhalb eines Jahres nach Verabschiedung gemeinsam zu definieren, was als zulässige Prämie gilt, und Anti-Umgehungsregeln festzulegen.
Die Blockchain Association, die Krypto-Unternehmen einschließlich Circle vertritt, hat die Ausnahme anerkannt, sucht aber nach mehr Details darüber, welche Aktivitäten tatsächlich qualifizieren würden.
Das Gesetz wurde von Sen. Angela Alsobrooks (D., Md.) und Sen. Thom Tillis (R., N.C.) verfasst. Barron's berichtete, dass man sich an den Bankenausschuss des Senats und die Autoren des Gesetzes gewandt habe, um eine Stellungnahme zu erhalten.
Der breitere Kryptomarkt spürte am Dienstag den Druck. Der Ausverkauf bei CRCL und COIN spiegelt wider, wie direkt diese Gesetzgebung Geschäftsmodelle treffen könnte, die auf der Akzeptanz von Stablecoins aufgebaut sind.
Stand Dienstag hatte Circle keine öffentliche Stellungnahme zum überarbeiteten Gesetz abgegeben. Die von Barron's eingesehene E-Mail der Blockchain Association stellt das klarste öffentliche Fenster in die aktuelle Formulierung der Gesetzgebung dar.
Der Beitrag Circle Internet (CRCL) Aktie fällt um 20% aufgrund des Vorschlags für ein Stablecoin-Renditeverbot erschien zuerst auf CoinCentral.


