Der ehemalige Head of Crypto von BlackRock präsentiert nun institutionellen Investoren direkt ein Argument für Ethereum. Joseph Chalom, der einst die Krypto-Strategie beim weltweit größten Vermögensverwalter leitete, ist jetzt CEO von Sharplink.
Sharplink ist ein 1,5 Milliarden Dollar schweres Ethereum-Treasury-Unternehmen, das sich auf digitale Vermögenswerte konzentriert. Aus seinem Wall-Street-Hintergrund schöpfend, hat Chalom eine strukturierte Methode entwickelt, um ETH zu präsentieren.
Sein Ansatz konzentriert sich auf die langfristige Rolle von Ethereum im globalen Finanzwesen und vermeidet kurzfristige Preisprognosen vollständig.
Aus seiner BlackRock-Erfahrung heraus versteht Chalom genau, wie institutionelle Investoren denken und Vermögenswerte bewerten. Er nutzt diesen Hintergrund, um die Ethereum-Chance zu rahmen, bevor er auf ETH als Vermögenswert eingeht.
Er weist darauf hin, dass Stablecoins derzeit bei rund 310 Milliarden Dollar Gesamtmarktwert stehen. Dieser Markt, so argumentiert er, wird in den kommenden Jahren in die Billionen gehen. Tokenisierte Vermögenswerte liegen heute bei etwa 32 Milliarden Dollar und befinden sich auf einer ähnlichen Wachstumskurve.
Über Stablecoins und tokenisierte Vermögenswerte hinaus beschleunigt sich auch die institutionelle DeFi-Adoption in rasantem Tempo. Chalom hebt zudem agentic finance als weitere Ebene der breiteren Ethereum-Chance hervor.
Diese kombinierten Trends bilden ein Argument für Ethereum als Kerninfrastruktur für globale Finanzen. Institutionelle Investoren, so merkt er an, stimmen dieser Rahmung tendenziell zu, sobald sie klar dargelegt wird.
Chalom erfasste diese Sichtweise direkt mit den Worten: „Das Ethereum-Ökosystem wird die künftige Settlement-Schicht für Finanzen sein."
Diese Rahmung verschiebt das Gespräch weg von Spekulation hin zu struktureller Finanztransformation. Anstatt Ethereum als Krypto-Asset zu positionieren, präsentiert sein Pitch es als aufstrebendes finanzielles Rückgrat. Diese Grundlage, so erklärt er, ist der Punkt, an dem jedes institutionelle Gespräch beginnen muss.
Mit dem etablierten Ökosystem-Argument richtet Chalom dann den Fokus auf ETH als eigenständigen Vermögenswert. Er greift auf seine BlackRock-Erfahrung zurück, um Institutionen von gängigen Missverständnissen über Ether wegzulenken.
Er erklärt, dass mit dem Wachstum des Ethereum-Netzwerks mehr Ether benötigt wird, um Transaktionen zu sichern und abzuwickeln. Dies schafft eine direkte Verbindung zwischen Ökosystem-Expansion und steigender struktureller Nachfrage nach ETH.
Chalom erläuterte diese Positionierung mit den Worten: „Wenn das Ethereum-Ökosystem wächst, braucht man mehr Ether, um diese Transaktionen zu sichern und abzuwickeln. Daher wird Ether zu einer Trust-Commodity."
Er fügte hinzu, dass der Pitch stets auf Prinzipien und Grundlagen basiert. „Was wir nicht tun, ist Zahlen zu erfinden und über kurzfristige Preisprognosen für Ether zu sprechen", sagte er.
Diese Disziplin hält institutionelle Gespräche im langfristigen strukturellen Wert verankert statt im Marktrauschen.
Chalom macht auch bewusst den Punkt, ETH in jedem Gespräch von Bitcoin zu trennen. Er lehnt entschieden die Idee ab, dass Ethereum einfach ein „kleiner Bruder" ist, der als Koeffizient des Bitcoin-Werts läuft.
„ETH ist kein Derivat von Bitcoin", stellte er fest und merkte an, dass es einen inneren Wert für die Zukunft des Finanzsystems besitzt. Er bekräftigte dies mit den Worten:
„Das Wichtigste ist, keine Zahlen zu erfinden. Und zweitens hat Ethereum einen inneren Wert für die Zukunft des Finanzsystems." Diese Unterscheidung, verwurzelt in seiner Wall-Street-Erfahrung, ist zentral dafür, wie er institutionelles Vertrauen in ETH gewinnt.
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