Hacker schlagen zu, XRP verschwindet aus Wallets, die Community ist verzweifelt. Ein Betroffener wendet sich direkt an David Schwartz, den Miterfinder des XRPLedgers. Die Hoffnung: Vielleicht kann die Clawback-Funktion die gestohlenen Coins retten. Doch Schwartz’ Antwort lässt keinen Spielraum.
Die Global Trade Finance (GTF) und Apex Communities wurden Opfer eines Betrugs. Über einen „Fake NFT Offer” und „Voucher Scam” erbeuteten Hacker XRP aus kompromittierten Wallets.
Ein Nutzer wandte sich hoffnungsvoll an Schwartz. Er dachte, es gäbe einen Clawback-Mechanismus für XRP. Er bete, dass die Opfer ihre Gelder nach dem Hack zurückbekommen.
Schwartz’ Antwort kam prompt und war unmissverständlich: Nein. Assets können nur von ihrem Issuer zurückgeholt werden, und XRP habe keinen Issuer.
Fun Fact: Die Clawback-Funktion existiert auf dem XRPL seit August 2024. Sie funktioniert aber nur für Tokens wie RLUSD oder Meme-Coins – niemals für XRP selbst!
David Schwartz über XRP Clawback, Quelle: XDie Erklärung liegt in der DNA des XRPLedgers. Die meisten Token auf dem XRPL, Stablecoins wie RLUSD, Wrapped Bitcoin oder Community-Tokens, werden von einer spezifischen Wallet-Adresse ausgegeben. Der Issuer behält dabei bestimmte Kontrollrechte.
Wenn der Issuer die Clawback-Funktion aktiviert hat, kann er Tokens aus fremden Wallets zurückfordern. Das ist wichtig für regulierte Assets, um Sanktionen durchzusetzen oder Betrug rückgängig zu machen.
XRP funktioniert fundamental anders. Alle 100 Milliarden Coins wurden bei der Entstehung des Ledgers 2012 erschaffen. Es gibt kein Issuer-Konto, keine zentrale Kontrollinstanz, niemanden mit den kryptographischen Schlüsseln für einen Clawback-Befehl.
Die Konsequenz ist zweischneidig. Für Betrugsopfer sind das bittere Nachrichten – gestohlene Coins sind unwiederbringlich verloren.
Doch genau diese Eigenschaft macht den Coin zensurresistent. Kein Unternehmen, keine Regierung und kein Gericht kann XRP aus einer Wallet konfiszieren.
Fun Fact: Selbst Ripple als Unternehmen hat keine technische Möglichkeit, XRP zurückzuholen. Das unterscheidet den Coin fundamental von zentralisierten Stablecoins wie USDT oder USDC!
Schwartz hat die Architektur des XRPL bewusst so gestaltet. Token-Issuer bekommen Compliance-Tools wie Clawback. Aber XRP selbst bleibt unantastbar – als natives Asset ohne zentrale Kontrolle.
Die Antwort ist eindeutig: XRP kann nicht zurückgeholt werden. Für manche ist das ein Problem. Für andere genau der Grund, warum sie dem Coin vertrauen.
Der Beitrag XRP Hack: Ex-Ripple CTO erklärt die bittere Wahrheit erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.


