Binance hat zum zweiten Mal in kurzer Folge Bitcoin in seinen Secure Asset Fund for Users (SAFU) transferiert und dabei 1.315 Bitcoin mit einem Gesamtwert von rund 100,5 Millionen USD umgewandelt. Damit verfügt SAFU jetzt über insgesamt 2.630 Bitcoin, die das Unternehmen innerhalb von nur zwei Tagen gesichert hat.
Mit dieser Maßnahme unterstreicht die weltweit größte Krypto-Börse ihren Fokus auf die Sicherheit und das Vertrauen der Nutzer.
Im zweiten Schritt kaufte Binance 1.315 Bitcoin für 100 Millionen USD, was auch die Blockchain-Analyseplattform Whale Alert bestätigte. Das Unternehmen informierte auf seinem offiziellen X-Account, um für maximale Transparenz zu sorgen.
Der SAFU-Fonds umfasst aktuell etwa 1 Milliarde USD. Bereits am 30. Januar kündigte Binance an, den gesamten Fondsbestand innerhalb von 30 Tagen in Bitcoin umzuwandeln. Die erste Conversion erfolgte am 2. Februar und markierte den Auftakt dieses Bitcoin-Fokus bei den Reserven.
Mit dem Ausbau der reinen Bitcoin-Reserve verfolgt Binance einen planvollen Ansatz für Risikostreuung und Vermögensschutz. Wobei die Konzentration auf die größte Kryptowährung statt mehrere Assets das Vertrauen in dessen langfristige Stabilität widerspiegelt.
Eine derart drastische Bitcoin-Akkumulation innerhalb von zwei Tagen verdeutlicht die Dringlichkeit dieser Sicherheitsmaßnahme.
Den Secure Asset Fund for Users gründete Binance im Juli 2018 als Reaktion auf wiederkehrende Sicherheitsprobleme der Branche. Seitdem fließen zehn Prozent aller Handelsgebühren zur Notfallvorsorge in diesen Fonds.
SAFU bietet eine Absicherung im Ernstfall – etwa bei schweren Sicherheitsvorfällen. Beim Hack vom Mai 2019 konnten Verluste der Nutzer dank SAFU komplett ausgeglichen werden. Die Einlagen lagern getrennt von operativen Mitteln in sogenannten Cold Wallets, gesichert durch Multi-Signaturen.
Die vollständige Umwandlung der SAFU-Reserven in Bitcoin bringt Chancen auf Wertsteigerung, erhöht aber auch die Volatilität. Die klare Ausrichtung auf den Marktführer unter den Kryptowährungen spricht für strategisches Kalkül und steigenden Einfluss des Bitcoin-Assets.
Der Zeitrahmen von 30 Tagen signalisiert einen strukturierten Prozess, um Preisverzerrungen zu vermeiden. Durch kontinuierliche Kommunikation und Einblicke in die On-Chain-Daten schafft Binance zusätzliche Transparenz und Vergleichbarkeit.
Die Entscheidung von Binance führt zu Reaktionen im gesamten Krypto-Sektor. So kündigte TRON-Gründer Justin Sun an, dass auch die TRON-Blockchain Bitcoin akkumulieren werde – ein Hinweis auf die potenzielle Signalwirkung für andere Marktteilnehmer.
Bitcoin als Sicherheitsreserve unterstreicht eine Philosophie des Werterhalts. Während Stablecoins Preiskonstanz bieten, ermöglicht Bitcoin mögliche Wertsteigerung – geht aber auch mit Kursschwankungen und Risiken für den US-Dollar-Wert des Fonds einher.
Andere Krypto-Börsen könnten sich nun gezwungen sehen, den Schritt von Binance zu reflektieren oder eigene Sicherheitsstrategien transparenter darzulegen. Die öffentliche Nachvollziehbarkeit aller Vorgänge hebt die Messlatte für Transparenz und Regulierung im Austauschgeschäft.
Gerade vor dem Hintergrund regulatorischer Diskussionen betont Binance mit der Reserveumstellung seine Zielsetzung in puncto Stabilität und Risikomanagement. Ob dieser Fokus auf Bitcoin künftig zum Industriekonsens wird oder viele Börsen beim Mix aus verschiedenen Token bleiben, bleibt abzuwarten.
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