Die körperliche Gewalt gegen Krypto-Besitzer hat im Jahr 2025 stark zugenommen. Wrench-Angriffe stiegen laut der Blockchain-Sicherheitsfirma CertiK um 75 ProzenDie körperliche Gewalt gegen Krypto-Besitzer hat im Jahr 2025 stark zugenommen. Wrench-Angriffe stiegen laut der Blockchain-Sicherheitsfirma CertiK um 75 Prozen

2025: Laut CertiK gab es so viele Krypto-Verbrechen wie nie zuvor

5 Min. Lesezeit

Die körperliche Gewalt gegen Krypto-Besitzer hat im Jahr 2025 stark zugenommen. Wrench-Angriffe stiegen laut der Blockchain-Sicherheitsfirma CertiK um 75 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Diese Entwicklung zeigt, dass die heutigen technischen Schutzmaßnahmen nicht mehr ausreichen. Denn Krypto-Besitzer werden vermehrt auch im echten Leben bedroht.

Von Code zu Gewalt: Wrench-Angriffe zeigen Kryptos menschliche Schwachstelle

Ein Wrench-Angriff ist eine Art Diebstahl. Die Angreifer nutzen körperliche Gewalt oder Drohungen, um private Schlüssel oder Passwörter für Krypto zu erzwingen. Sie umgehen so alle technischen Schutzvorkehrungen. Ziel ist dabei immer die Person, nicht die Technik.

CertiK berichtete, dass diese Art von Angriffen früher als „Randrisiko“ galten. Heute sind sie jedoch „eine strukturelle Bedrohung für das Eigentum an digitalen Vermögenswerten“.

Im Skynet Wrench Attacks Report zeigte CertiK, dass nachgewiesene Fälle von körperlicher Nötigung im Jahr 2025 deutlich gestiegen sind. Weltweit gab es 72 Fälle, während es 2024 nur 41 waren. Das entspricht einem Anstieg um 75 Prozent.

Der Trend beschleunigte sich früh im Jahr. Allein im ersten Quartal 2025 wurden 21 Fälle gemeldet. Im zweiten Quartal gingen die Zahlen kurz zurück und es gab 16 Vorfälle. Danach stieg die Zahl in der zweiten Jahreshälfte wieder.

Im dritten Quartal wurden 17 Vorfälle registriert, im vierten Quartal 18. Im Mai 2025 gab es mit 10 gemeldeten Angriffen die meisten Fälle. Danach folgte der Januar mit 9 Angriffen.

Krypto-Wrench-Angriffe im Jahr 2025Krypto-Wrench-Angriffe im Jahr 2025. Quelle: CertiK

Entführungen blieben die häufigste Methode. Sie machten 25 Fälle im Jahr 2025 aus. Das ist ein Anstieg um 66 Prozent, denn 2024 gab es nur 15 solche Fälle. Auch die Zahl der Überfälle stieg stark an, von vier im Jahr 2024 auf 14 im Jahr 2025. Das ist ein Anstieg um 250 Prozent.

Die Schäden durch solche Angriffe sind ebenfalls größer geworden. 2024 lag der geschätzte Verlust durch körperliche Nötigung bei 28,3 Mio. USD. Im Jahr 2025 überstiegen die gestohlenen Beträge 40,9 Mio. USD. Das entspricht einem Zuwachs um 44 Prozent.

Europa im Fokus: Frankreich verzeichnet die meisten Angriffe

Der Bericht zeigte außerdem, dass 2025 mehr als 40 Prozent aller Wrench-Angriffe in Europa stattfanden. Damit ist Europa nun die „gefährlichste Region“ für Krypto-Besitzer. Frankreich führte diesen Trend an und verzeichnete 19 Fälle – mehr als jedes andere Land.

Körperliche Angriffe auf Krypto-BesitzerKörperliche Angriffe auf Krypto-Besitzer nach Region. Quelle: CertiK

Die Daten zeigen auch, dass Nordamerika weniger von Wrench-Angriffen betroffen ist. 2025 war die Region für 12,5 Prozent der weltweiten Fälle verantwortlich, im Vergleich zu 36,6 Prozent im Jahr davor. Die Zahl der gemeldeten Fälle sank von 15 auf 9.

Asien blieb eine „Hochrisiko-Region“. Der Anteil der weltweiten Wrench-Angriffe war dort stabil und stieg leicht von 31,7 Prozent in 2024 auf 33,3 Prozent in 2025.

Laut CertiK sind in Asien hauptsächlich Krypto-Touristen und Auswanderer betroffen, besonders an Orten wie Thailand und Hongkong.

Einige bekannte Fälle 2025 zeigen, wie brutal diese Angriffe geworden sind. In Frankreich entführte eine gut organisierte, internationale Bande den Ledger-Mitgründer David Balland und seine Frau im Januar. Sie verlangten ein Krypto-Lösegeld von 10 Mio. EUR. Nach zwei Tagen wurden beide lebend befreit und mehrere Verdächtige festgenommen.

Im Dezember wurde der 21-jährige Sohn eines ukrainischen Politikers, Danylo Kuzmin, in Wien getötet. Er wurde in eine Falle gelockt und gefoltert, um Zugang zu seinen Krypto-Wallets herauszugeben. Die Täter stahlen etwa 200.000 USD, bevor sie ihn umbrachten. Die Behörden nahmen die Verdächtigen fest.

In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden der Krypto-Unternehmer Roman Novak und seine Frau bei einem inszenierten Geschäftstreffen überfallen und getötet. Die Täter wollten Krypto im Wert von mehreren hundert Millionen USD erpressen. Als die Wallets nicht den gewünschten Wert lieferten, brachten sie das Paar um.

Dies sind nur einige der vielen Fälle im Jahr 2025. Sie zeigen, dass Krypto-Kriminalität längst nicht mehr nur online passiert. Mittlerweile werden Krypto-Besitzer durch körperliche Gewalt, Folter, Überfälle und sogar Mord angegriffen.

So schützt du deine Krypto-Coins vor echten Gefahren bei zunehmenden Wrench-Attacken

CertiK warnt, dass sogenannte Wrench-Angriffe immer ausgefeilter werden. Sie werden sich zudem von rein körperlicher Gewalt hin zu psychologisch getriebenen und leicht skalierbaren Bedrohungen entwickeln.

Die Firma erwartet, dass Angreifer vermehrt Deepfake-Erpressungen und von KI gesteuerte Social-Engineering-Angriffe nutzen. Dazu zählen etwa gefälschte Videoanrufe sowie massenhaft produzierte Honeypot-Fallen, die Druck auf die Opfer ausüben sollen.

Um das Risiko zu verringern, empfiehlt CertiK allen, die eigene Sichtbarkeit und Angriffsfläche zu minimieren. Du solltest es vermeiden, Wallet-Adressen, Screenshots vom Portfolio, Reisepläne oder Alltagdetails, die mit Krypto zu tun haben, öffentlich zu teilen. Außerdem rät die Firma, neben dem sicheren Hauptspeicher auch eine Tarn-Wallet zu nutzen.

Für Unternehmen hebt CertiK die Bedeutung von strukturellen Schutzmaßnahmen hervor. Dazu gehört die Nutzung von Multi-Signatur- oder MPC-Systemen mit Abhebelimits und zeitlichen Verzögerungen. Durch diese Maßnahmen werden große Transaktionen erschwert. Außerdem sollen offizielle Regeln für Sicherheit und Reisen eingeführt werden.

Die Firma fordert Firmen zudem auf, das Sicherheitstraining nicht nur auf Führungskräfte zu beschränken. Auch Familienangehörige, enge Vertraute und Mitarbeitende sollten geschult werden. Immer häufiger werden nämlich nahestehende Personen als Ziel ausgewählt.

Der Beitrag 2025: Laut CertiK gab es so viele Krypto-Verbrechen wie nie zuvor erschien zuerst auf BeInCrypto - Krypto News.

Haftungsausschluss: Die auf dieser Website veröffentlichten Artikel stammen von öffentlichen Plattformen und dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Sie spiegeln nicht unbedingt die Ansichten von MEXC wider. Alle Rechte verbleiben bei den ursprünglichen Autoren. Sollten Sie der Meinung sein, dass Inhalte die Rechte Dritter verletzen, wenden Sie sich bitte an service@support.mexc.com um die Inhalte entfernen zu lassen. MEXC übernimmt keine Garantie für die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität der Inhalte und ist nicht verantwortlich für Maßnahmen, die aufgrund der bereitgestellten Informationen ergriffen werden. Die Inhalte stellen keine finanzielle, rechtliche oder sonstige professionelle Beratung dar und sind auch nicht als Empfehlung oder Billigung von MEXC zu verstehen.

Das könnte Ihnen auch gefallen

Bitcoin-Einbruch im Oktober: Viertschlimmster seit 2013 laut Fortune-Analyse

Bitcoin-Einbruch im Oktober: Viertschlimmster seit 2013 laut Fortune-Analyse

Mit dem Ende des Oktobers hat Bitcoin (BTC) viele enttäuscht, die erwartet hatten, dass der Monat für die Kryptowährung stark sein würde, oft als "Uptober" bezeichnet aufgrund seiner historisch positiven Performance. Stattdessen beendete Bitcoin den Monat im Minus und schuf eine Lücke von etwa 13% zu seinem Allzeithoch. Historische Trends deuten auf mögliche Kurserholung von Bitcoin hin Joel Kruger, ein Marktstratege bei LMAX Group, bemerkte, dass der Oktober im Vergleich zu historischen Trends zwar eine Enttäuschung war, es aber wichtig sei, die Preisbewegungen zu kontextualisieren. Er bemerkte: "Die Preise haben sich insgesamt gut gehalten, besonders nach einem September, der tatsächlich gegen die übliche Schwäche verstieß." Verwandter Artikel: Coinbase, Strategy Mark verzeichnen große Gewinnsteigerungen im 3. Quartal: Die Zahlen enthüllt Bemerkenswert ist, dass die führende Kryptowährung des Marktes am 6. dieses Monats ein Allzeithoch von knapp über 126.000 $ erreichte. Darüber hinaus hat der aktuelle Abschwung die Gewinne seit Jahresbeginn nicht ausgelöscht, wobei Bitcoin in diesem Zeitraum immer noch einen Aufwärtstrend von 55% verzeichnet. Laut einer kürzlich durchgeführten Analyse von Fortune markiert dieser Oktober jedoch die viertschlechteste Performance für Bitcoin seit 2013 und die schlechteste in den letzten sieben Jahren. Die Performance von Bitcoin lag hinter der des S&P 500, der im gleichen Zeitraum einen Gewinn von etwa 2,3% verzeichnete. Trotz dieser Unterperformance bleibt Kruger optimistisch bezüglich der potenziellen Erholung von Bitcoin in den kommenden Monaten. "Historisch gesehen war das vierte Quartal eine der besten Perioden für die Krypto-Performance", erklärte er und äußerte die Hoffnung auf einen Vorstoß in Richtung Rekordhöhen sowohl für Bitcoin als auch für Ethereum (ETH) zum Jahresende. Oktober-Herausforderungen Der Monat erwies sich nicht nur preislich als herausfordernd, sondern auch aufgrund bedeutender Marktereignisse. Adam McCarthy, ein Senior Research Analyst beim digitalen Marktdatenanbieter Kaiko, beobachtete, dass Kryptowährungen den Oktober mit der Verfolgung von Gold und Aktien nahe Allzeithochs begannen. Als jedoch Unsicherheit in den Markt eindrang, flossen die Anleger nicht wie erwartet zurück in Bitcoin. Darüber hinaus erlebte der Oktober das größte Liquidationsereignis in der Geschichte der Kryptowährungen, ausgelöst durch die Ankündigung von Präsident Donald Trump eines 100%igen Zolls auf chinesische Importe, zusammen mit Drohungen von Exportkontrollen für wichtige Software. Verwandter Artikel: dYdX plant Eintritt in den US-Markt: Dezentralisierte Krypto-Börse plant Debüt zum Jahresende, Reuters McCarthy kommentierte die Auswirkungen dieser Liquidation mit den Worten: "Dieser Ausverkauf am 10. erinnerte die Menschen wirklich daran, dass diese Anlageklasse sehr eng ist." Er betonte, dass selbst dominante Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum scharfe Rückgänge erleben können, und zitierte Beispiele von 10%igen Rückgängen, die in nur 15 bis 20 Minuten auftraten. Inmitten dieser Entwicklungen wurden von mehreren Persönlichkeiten Bedenken hinsichtlich der hohen Bewertungen an den Aktienmärkten geäußert. Jamie Dimon, CEO von JPMorgan Chase, warnte kürzlich vor einem erhöhten Risiko einer signifikanten Korrektur am US-Aktienmarkt innerhalb der nächsten sechs Monate bis zwei Jahre. Jake Ostrovskis, Leiter des Handels am Over-the-Counter-Desk von Wintermute, bemerkte, dass die Marktteilnehmer zögerlich bleiben, während sie mit den Auswirkungen des größten Liquidationsereignisses aller Zeiten zu kämpfen haben. Er fügte hinzu, dass diese Vorsicht inmitten anhaltender Spekulationen über Schwachstellen, die möglicherweise noch im Finanzsystem existieren, bestehen bleibt. Zum Zeitpunkt des Schreibens wurde BTC bei 109.688 $ gehandelt und verlor seine nächste Unterstützungsstufe von 110.000 $. Titelbild von DALL-E, Diagramm von TradingView.com
Teilen
NewsBTC2025/11/01 13:00
3 spannende Token im Binance-Ökosystem für Februar 2026

3 spannende Token im Binance-Ökosystem für Februar 2026

Der Krypto-Crash Ende Januar hat erneut Sorgen über Hebelwirkung, Liquidität und die Stabilität von Börsen ausgelöst. Für viele Trader weckte er zudem Erinnerun
Teilen
Beincrypto2026/02/03 20:30
Deutliches Trendbarometer: Deutsche mehrheitlich gegen eigene Atomwaffen

Deutliches Trendbarometer: Deutsche mehrheitlich gegen eigene Atomwaffen

Atomwaffen sind so etwas wie die Lebensversicherung der internationalen Politik. Wer sie hat, schreckt Drohungen glaubhaft ab. Zugleich ist es die tödlichste, v
Teilen
N-tv2026/02/03 21:27