Letzte Woche hing alles noch am seidenen Faden – doch mit seiner Rede in Davos rückte Donald Trump die Krypto-Gesetzgebung wieder ins Rampenlicht.
Während der Gesetzesentwurf in der vergangenen Woche noch auf der Kippe stand, machte Trump in seiner Ansprache deutlich, dass Washington die Regulierung von Kryptowährungen aktiv vorantreiben will.
Der Kongress arbeite laut ihm an einer umfassenderen Marktstruktur für digitale Vermögenswerte. Ziel sei es, Innovation zu fördern und die Vereinigten Staaten als führende Krypto-Nation zu positionieren.
In seiner Rede betonte Trump, dass die USA ihre Führungsrolle im Kryptobereich behalten wollen. Er verwies auf bereits verabschiedete Gesetze und erklärte, dass der Kongress an einer breiteren Marktstruktur für digitale Assets arbeite. Diese solle neue Finanzmöglichkeiten schaffen und gleichzeitig die Innovationskraft stärken.
Noch vor wenigen Tagen war der entsprechende Gesetzesentwurf als unsicher eingestuft worden. Trumps Worte wurden von der Marktöffentlichkeit als politische Rückendeckung für den Kryptosektor interpretiert.
Pünktlich zur Eröffnung der Wall Street erholte sich der Bitcoin (BTC)-Kurs leicht und verbuchte im Tagesverlauf moderate Gewinne.
Laut Trump sei der US-Kongress bereits aktiv mit der weiteren Ausarbeitung der Gesetzgebung beschäftigt. Dabei zog er auch einen geopolitischen Vergleich: Die USA müssten technologisch und finanziell weiterhin gegenüber China führend bleiben.
Neben Krypto äußerte sich Trump auch zu internationalen Spannungen. Im Fall Grönland versprach er, dass die USA keine Gewalt anwenden würden.
Die Kombination aus politischer Unterstützung für den Kryptomarkt und einem dämpfenden Ton in geopolitischen Fragen sorgte kurzfristig dafür, dass Anleger wieder mehr Risiko eingingen.
Nicht nur der Kryptomarkt, auch die Aktienmärkte reagierten positiv auf Trumps beruhigende Rhetorik. Der S&P 500 legte leicht zu, während Trump sogar eine mögliche Verdopplung des Dow Jones Industrial Average in Aussicht stellte.
Damit unterstrich er seine Überzeugung, dass lockere Regulierung, wirtschaftliches Wachstum und steigendes Investorenvertrauen langfristig zu stark wachsenden Unternehmensgewinnen und damit zu höheren Aktienkursen führen würden.
Parallel dazu kamen auch aus Japan Signale, die die Märkte beruhigten. Die Renditen zehnjähriger japanischer Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Analysten warnen jedoch zunehmend, dass die Tragfähigkeit der japanischen Staatsverschuldung in Frage gestellt werde.
Da die globalen Finanzmärkte eng miteinander verflochten sind, könnten Verwerfungen im Anleihenmarkt auch auf risikoreichere Bereiche wie den Kryptomarkt übergreifen.
Die Aufwärtsbewegung nach Trumps Rede war jedoch nur von kurzer Dauer. Der Bitcoin-Preis fiel rasch wieder auf das Niveau vor der Ansprache zurück. Einige Analysten weisen jedoch darauf hin, dass das Testen niedrigerer Kursniveaus kurzfristig nicht zwangsläufig negativ sei.
Eine stabile Bodenbildung könne sogar eine gesündere Marktstruktur schaffen – insbesondere, wenn sie von klaren politischen Signalen begleitet werde.
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