Der Bitcoin (BTC)-Kurs rauscht innerhalb weniger Stunden deutlich nach unten, Longs werden reihenweise liquidiert, die Futures drehen ins Minus, Nasdaq und S&P starten schwach.
Und wie auf Knopfdruck taucht es wieder auf – das Lieblingsnarrativ vieler Krypto-Influencer:
„Market Maker“, „Manipulation“, „unplanbar“, „nicht mehr rational“.
Ich habe diese Aussagen früher oft unreflektiert übernommen. Heute sehe ich sie kritisch. Denn sie sind bequem, aber nicht ehrlich gedacht. Wer sich hinter diesen Schlagworten versteckt, vermeidet echte Analyse und schiebt Verantwortung ab – meist dann, wenn das eigene Setup nicht aufgegangen ist.
Wenn man mal rauszoomt und nicht nur den Chart der letzten Stunden betrachtet, erkennt man ein anderes Bild: Bitcoin ist heute in vielen Phasen stabiler und effizienter als in früheren Zyklen. Die Volatilität ist im Schnitt niedriger, die Spreads enger, die Marktstruktur ausgereifter.
Früher waren wilde Ausbrüche und erratische Bewegungen die Regel, weil es an Liquidität mangelte. Heute reagiert der Markt – insbesondere in den größeren Zeitrahmen – deutlich kontrollierter.
Und trotzdem: Wenn Shorts bei einem plötzlichen Anstieg liquidiert werden, ruft kaum jemand „Manipulation“. Dann feiern wir den „Breakout“ oder nennen es „Squeeze“. Nur wenn’s runtergeht und man selbst auf dem falschen Fuß erwischt wird, heißt es plötzlich:
Fehler passieren – das ist normal. Mein Problem ist nicht, dass man mal danebenliegt. Mein Problem ist, was dieses ständige Manipulations-Narrativ mit uns als Community macht.
Wenn man sich einredet, der Markt sei „gegen einen“, verliert man das Vertrauen – nicht nur in den Markt, sondern auch in sich selbst. Und ohne Vertrauen gibt es keine Lernkurve, keine Weiterentwicklung, keine klare Risiko-Steuerung. Nur Frust, Verwirrung und irgendwann Aufgabe.
Ich habe selbst erlebt, wie gefährlich das ist. Sobald ich Manipulation als Hauptursache akzeptiert habe, habe ich aufgehört, meine eigenen Entscheidungen zu hinterfragen. Ich habe weniger analysiert, schlechter geplant und impulsiver gehandelt.
Heute weiß ich: Der Markt ist kein Gegner. Er ist neutral. Er bestraft nicht – er reflektiert nur Angebot, Nachfrage, Liquidität und Emotionen. Mein größtes Risiko war nie der Markt – es war mein eigenes Mindset.
Deshalb frage ich dich:
Wie oft hast du schon Entscheidungen getroffen, nur weil du dachtest, „es ist eh manipuliert“ – statt deine Annahmen, deine Strategien oder dein Risiko-Management ehrlich zu prüfen?
Die größte Manipulation im Kryptomarkt findet nicht im Orderbuch statt. Sie findet im Kopf statt.
Du willst verstehen, wie Märkte wirklich ticken – ohne Ausreden?
Dann schau auf meinem YouTube-Kanal vorbei – dort analysiere ich Marktpsychologie, Setups & echtes Risikomanagement.
Het bericht Die größte Marktmanipulation beginnt in deinem Kopf verscheen eerst op Crypto Insiders.

