Corcept Therapeutics (NASDAQ: CORT) brach am 31.12. um etwa 50% ein, nachdem die FDA zusätzliche Daten zur Unterstützung der Wirksamkeit von Relacorilant, seinem Kandidaten, angefordert hatteCorcept Therapeutics (NASDAQ: CORT) brach am 31.12. um etwa 50% ein, nachdem die FDA zusätzliche Daten zur Unterstützung der Wirksamkeit von Relacorilant, seinem Kandidaten, angefordert hatte

Warum ist die Aktie von Corcept Therapeutics heute abgestürzt und wie geht es weiter?

2026/01/01 05:02

Corcept Therapeutics (NASDAQ: CORT) stürzte am 31. Dezember um etwa 50% ab, nachdem die FDA zusätzliche Daten zur Unterstützung der Wirksamkeit von Relacorilant, seiner Kandidatenbehandlung für das Cushing-Syndrom, angefordert hatte.

Der Rückschlag warf Zweifel an der Stärke der Pipeline von CORT auf und löste eine scharfe Neubewertung durch Analysten aus. Er unterstreicht die Sensibilität des Marktes gegenüber regulatorischen Entwicklungen bei Small-Cap-Arzneimittelherstellern.

Nach dem heutigen Absturz ist die Corcept-Aktie im Vergleich zu ihrem Jahreshoch Ende März um 70% gefallen.

Was der FDA-Rückschlag für die Corcept-Aktie bedeutet

Die Anforderung der FDA nach weiteren Beweisen für die Wirksamkeit von Relacorilant hat das Anlegervertrauen in das kurzfristige Wachstum von Corcept erheblich geschwächt.

Das Medikament sollte ein wichtiger Umsatztreiber auf dem Markt für das Cushing-Syndrom werden, wo CORT bereits Korlym verkauft.

Da Relacorilant nun mit Verzögerungen oder einer möglichen Ablehnung konfrontiert ist, haben Analysten es aus ihren Finanzmodellen für diese Indikation entfernt.

Korlym selbst steht unter dem Druck der Generika-Konkurrenz, insbesondere von Teva Pharmaceuticals. Dies lässt der CORT-Aktie nur begrenztes Aufwärtspotenzial in ihrem therapeutischen Kernbereich.

Die regulatorische Hürde wirkt sich nicht nur auf zukünftige Umsätze aus, sondern wirft auch Fragen zur Robustheit der klinischen Daten und Studienstrategie von Corcept Therapeutics auf.

Die Kursbewegung der CORT-Aktien könnte dennoch übertrieben sein

Trotz des erheblichen FDA-Rückschlags glauben einige Analysten, dass die Marktreaktion über die Fundamentaldaten hinausgeschossen sein könnte.

Truist Securities beispielsweise senkte sein Kursziel für Corcept-Aktien auf 50 USD und räumte ein, dass die jüngsten Nachrichten deutlich bärisch für das Biotech-Unternehmen sind.

Das Investmenthaus hielt jedoch an einer "Kaufen"-Bewertung fest, wobei das nach unten revidierte Kursziel immer noch ein potenzielles Aufwärtspotenzial von mehr als 40% von hier aus anzeigt.

"Wir sehen Wert in Korlym beim Cushing-Syndrom mit Aufwärtspotenzial von Relacorilant bei PROC", stellten die Analysten fest und bezogen sich dabei auf platinresistenten Eierstockkrebs.

Nach dem heutigen Absturz wird Corcept Therapeutics nur mit einem Kurs-Umsatz-Verhältnis (P/S) von etwa 10 gehandelt, was für ein schnell wachsendes Biotech-Unternehmen nicht besonders teuer ist.

Kurz gesagt, während die FDA-Nachrichten unbestreitbar negativ sind, könnte die vollständige Entfernung von Relacorilant für das Cushing-Syndrom aus den Bewertungsmodellen verfrüht sein, insbesondere wenn das Management die Bedenken der Behörde ausräumen kann.

Sollten Sie Corcept beim Markt-Rückgang kaufen?

CORT-Aktien könnten sich für 2026 lohnen, da es sich nicht um einen dieser unrentablen Biotech-Namen handelt.

Im zuletzt gemeldeten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Nettogewinn von fast 20 Millionen USD und einen Umsatz von 208 Millionen USD – ein Plus von etwa 14% im Jahresvergleich.

Darüber hinaus bleibt die Bilanz von Corcept stark, und die laufende Forschung zu Eierstockkrebs könnte neue Einnahmequellen erschließen.

Korlym generiert trotz generischer Gegenwinds weiterhin Cashflow, und das Potenzial von Relacorilant in der Onkologie bleibt intakt.

Für langfristige Anleger könnte die aktuelle Bewertung einen attraktiven Einstiegspunkt bieten, insbesondere wenn das Management die regulatorischen Herausforderungen meistern und seine Pipeline diversifizieren kann.

Der Ausverkauf hat die Erwartungen zurückgesetzt, aber die Fundamentaldaten deuten darauf hin, dass Corcept alles andere als kaputt ist. Mit Umsetzung und Klarheit könnte die Aktie in den kommenden Monaten deutlich zurückprallen.

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