Japans neues Konjunkturpaket löst heftige Reaktionen auf den globalen Märkten aus, wobei der Yen auf den schwächsten Stand gegenüber dem US-Dollar seit Januar 2025 fällt und die langfristigen Anleiherenditen auf Rekordniveaus steigen.
Das Kabinett genehmigte am Freitag ein 21,3 Billionen Yen schweres Paket, das größte seit der COVID-19-Zeit, und die Ankündigung verschob sofort die Erwartungen an den Währungs-, Anleihe- und Kryptomärkten.
Der Umfang der Unterstützung und der Druck auf Japans Finanzen veranlassen Investoren nun, ihre Bewertung des globalen Risikos zu überdenken, insbesondere angesichts der sich entwickelnden Liquiditätsbedingungen.
Das Paket konzentriert sich auf die Entlastung des Preisdrucks, die Unterstützung des Wachstums und die Stärkung der Verteidigungs- und diplomatischen Kapazitäten.
Zuschüsse für lokale Regierungen und Energiesubventionen bilden einen wichtigen Teil des Plans, und Haushalte sollen über drei Monate hinweg etwa 7.000 Yen an Leistungen erhalten.
Die Regierung strebt auch an, die Verteidigungsausgaben bis 2027 auf 2% des BIP anzuheben.
Es wird erwartet, dass der Nachtragshaushalt vor Jahresende verabschiedet wird, obwohl die regierende Koalition derzeit nur 231 von 465 Sitzen im Unterhaus hält.
Die Unterstützung kommt in einer Zeit schwächelnden Wachstums.
Japans BIP fiel im dritten Quartal 2025 um 0,4%, was einer annualisierten Kontraktion von 1,8% entspricht.
Die Inflation lag 43 Monate lang über dem 2%-Ziel der Bank of Japan und erreichte im Oktober 2025 3%.
Politische Entscheidungsträger erwarten, dass die neuen Maßnahmen das reale BIP um 24 Billionen Yen anheben und einen wirtschaftlichen Gesamteffekt von nahezu 265 Milliarden Dollar erzeugen werden.
Der fiskalische Schub hat die Bedenken hinsichtlich der langfristigen Schuldentragfähigkeit und des Marktstresses verstärkt.
Fünfjährige Credit Default Swaps auf japanische Staatsanleihen erreichten am 20. November 21,73 Basispunkte, den höchsten Stand seit sechs Monaten.
Die Rendite der 40-jährigen Anleihe des Landes stieg unmittelbar nach der Ankündigung auf 3,697% und kletterte am Donnerstag weiter auf 3,774%.
Jede Erhöhung der Renditen um 100 Basispunkte erhöht die jährlichen Finanzierungskosten der Regierung um etwa 2,8 Billionen Yen, was die Aufmerksamkeit auf die Belastung der öffentlichen Finanzen im Laufe der Zeit gelenkt hat.
Nikkei berichtet von anhaltender Vorsicht bezüglich der weiteren Nutzung fiskalischer Anreize über Notfälle hinaus, was eine weitere Ebene zu den Bedenken der Investoren hinzufügt.
Diese Debatte ist relevanter geworden, da sich die Renditekurve verschiebt und Japans Kreditkosten steigen.
Diese Bewegungen sind auch wichtig für den 20 Billionen Dollar schweren Yen-Carry-Trade. Investoren leihen typischerweise Yen zu niedrigen Zinssätzen und investieren in höher rentierende Märkte im Ausland.
Eine Mischung aus höheren Renditen und plötzlichen Währungsbewegungen kann zur Auflösung zwingen.
Historische Daten zeigen eine Korrelation von 0,55 zwischen Yen-Carry-Trade-Umkehrungen und S&P 500-Rückgängen, was eine weitere Quelle der Volatilität darstellt.
Der Yen fiel nach der Ankündigung des Konjunkturpakets stark ab, was Spekulationen über die zukünftige Währungsstabilität und das Potenzial für Interventionen auslöste.
Die Exporte im Oktober stiegen im Jahresvergleich um 3,6%, aber der Anstieg reichte nicht aus, um die Bedenken hinsichtlich des breiteren wirtschaftlichen Drucks zu lindern.
Der Umfang der fiskalischen Unterstützung und die Persistenz der Inflation sind zu zentralen Faktoren geworden, wie globale Märkte Japans nächste Schritte interpretieren.
Diese Bedingungen fließen direkt in die Kryptomärkte ein.
Ein schwächerer Yen treibt japanische Investoren tendenziell zu alternativen Vermögenswerten, einschließlich Bitcoin, besonders in Zeiten steigender Liquidität.
Experten haben festgestellt, dass Japans Entscheidung zu einem globalen Umfeld beiträgt, das bereits potenzielle Lockerungen der US-Notenbank, Bewegungen von Treasury-Barmitteln und anhaltende Liquiditätsunterstützung aus China umfasst.
Zusammen schaffen diese Faktoren Bedingungen, die die Krypto-Nachfrage bis 2026 steigern könnten.
Gleichzeitig stellen höhere langfristige Renditen ein Risiko dar.
Wenn sich Yen-Carry-Trades schnell auflösen, könnten Institutionen gezwungen sein, Vermögenswerte, einschließlich Bitcoin, zu verkaufen, um Liquiditätsbedürfnisse zu decken.
Der Beitrag "Japan-Konjunkturpaket erschüttert globale Märkte, während Yen sinkt und Krypto-Nachfrage steigt" erschien zuerst auf CoinJournal.


