Die US-Aktien-Futures fielen am Mittwoch stark, nachdem Präsident Donald Trump sagte, der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran sei beendet.
Die Dow-Jones-Futures verloren mehr als 500 Punkte oder rund 1 %. Die S&P 500-Futures sanken um 0,7 %, und die Nasdaq 100-Futures gaben um 1,1 % nach.
E-Mini S&P 500 Sep 26 (ES=F)
Trump äußerte sich dazu auf einem NATO-Gipfel in Ankara, Türkei. „Für mich ist es vorbei. Ich will nicht mehr mit ihnen verhandeln“, sagte er, als er nach dem Status des Waffenstillstands gefragt wurde.
Die Bemerkungen erfolgten, nachdem US-Streitkräfte Angriffe auf Ziele entlang der iranischen Küste durchgeführt hatten. Die Angriffe waren eine Reaktion auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in der Nähe der Straße von Hormus.
Zuvor hatte das US-Finanzministerium eine Lizenz widerrufen, die dem Iran den Verkauf von Öl auf den globalen Märkten ermöglichte. Dieser Schritt hatte die Ölpreise am Dienstag bereits in die Höhe getrieben.
Am Mittwochmorgen wurde West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl bei über 74 USD pro Barrel gehandelt, ein Anstieg von mehr als 5 %. Brent-Rohöl kletterte auf nahezu 78 USD pro Barrel.
Energieaktien stiegen aufgrund der höheren Ölpreise, aber der breitere Markt bewegte sich abwärts.
Die drei großen US-Indizes hatten am Dienstag bereits im Minus geschlossen. Chip-Aktien und andere AI-bezogene Werte führten die Rückgänge an.
Die asiatischen Märkte spürten den Druck schnell. Der südkoreanische KOSPI-Index fiel um 5,4 %, belastet durch einen Ausverkauf bei Herstellern von Speicherchips, darunter SK Hynix und Samsung.
Asien ist ein großer Energieimporteur, wodurch die Region anfälliger für steigende Ölpreise ist als andere Teile der Welt.
Der Deutsche-Bank-Analyst Jim Reid sagte, die Ereignisse hätten „die Sorgen um die Energieversorgung und das geopolitische Risiko neu entfacht“.
Bitcoin fiel ebenfalls nach Trumps Kommentaren und verstärkte die Verluste aus der früheren Sitzung.
Investoren beobachten auch die Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung der Federal Reserve vom Juni, die am Mittwochnachmittag erwartet wird.
Die Fed hielt die Zinssätze bei dieser Sitzung stabil. Es war die erste unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh.
Die Märkte werden nach Signalen suchen, wohin sich die Zinsen als Nächstes entwickeln könnten.
Derzeit treiben die Ereignisse im Nahen Osten die Marktbewegungen stärker voran als wirtschaftliche Daten.
Die Situation bleibt dynamisch, ohne klare Anzeichen für erneute Gespräche zwischen Washington und Teheran.
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