Die Aktien von Micron Technology (NASDAQ: MU) gerieten am Dienstag unter starken Druck, als Investoren Halbleiteraktien auf den globalen Märkten verkauften, was die erheblichen langfristigen Kundenverpflichtungen des Unternehmens und die positive Branchenaussicht in den Schatten stellte.
Die Aktie fiel während des Handels um fast 8 % und notierte bei etwa 906,65 US-Dollar, nachdem sie ein Intraday-Tief von 892,50 US-Dollar berührt hatte. Der Rückgang tilgte rund 89 Milliarden US-Dollar an Marktwert, wobei die Verluste am Sitzungstief kurzzeitig 100 Milliarden US-Dollar überschritten. Die allgemein schwächere Stimmung spiegelte sich in halbleiterfokussierten Exchange-Traded Funds wider, während Chip-Hersteller sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Asien ebenfalls deutlich niedriger gehandelt wurden.
Obwohl Micron kürzlich eine starke Kundennachfrage hervorhob, die durch langfristige Verträge gestützt wird, schienen die Investoren stärker darauf fokussiert zu sein, ob der KI-gesteuerte Speicherboom seine Dynamik in den kommenden Jahren aufrechterhalten kann.
Einer der größten Diskussionspunkte im Zusammenhang mit Micron bleiben seine Strategischen Kundenvereinbarungen, die darauf abzielen, die Exposition gegenüber volatilen Speicherpreisen zu reduzieren.
Das Unternehmen hat bekannt gegeben, dass 16 Vereinbarungen unterzeichnet wurden, wovon 14 bereits abgeschlossen sind. Diese abgeschlossenen Verträge garantieren Mindesteinnahmen von etwa 100 Milliarden US-Dollar und beinhalten zudem etwa 22 Milliarden US-Dollar an Kundeneinlagen und finanziellen Verpflichtungen.
Micron Technology, Inc., MU
Zusammen decken die Vereinbarungen etwa ein Fünftel der DRAM-Produktion von Micron und rund ein Drittel seiner NAND-Produktion ab. Sobald alle Vereinbarungen operativ sind, erwartet das Unternehmen, dass etwa 40 % seines Umsatzes aus Produkten stammen werden, die unter festen oder gedeckelten Preisstrukturen verkauft werden.
Trotz dieser Verpflichtungen stellte der Markt infrage, ob die Vertragspreise attraktiv bleiben können, wenn die Ausgaben für die KI-Infrastruktur nachlassen. Der Rückgang am Dienstag deutete darauf hin, dass Investoren zukünftigen Nachfrageerwartungen mehr Gewicht beimessen als der Sicherheit, die durch bestehende Vereinbarungen geboten wird.
Ford-Chef Jim Farley sagte, dass widerstandsfähige inländische Lieferketten immer wichtiger werden, da die Automobiltechnologie fortschrittlicher wird. Micron-CEO Sanjay Mehrotra beschrieb die Vereinbarung als weiteren Schritt zur Bereitstellung einer zuverlässigen langfristigen Versorgung für strategische Kunden.
Die Automobilindustrie wird zu einem größeren Abnehmer fortschrittlicher Speicherchips, da Fahrzeuge mehr Fahrerassistenzsysteme, Funktionen der künstlichen Intelligenz und vernetzte Infotainment-Technologien integrieren. Branchendaten zeigen auch, dass die DRAM-Preise seit Ende letzten Jahres erheblich gestiegen sind, da KI-Rechenzentren das verfügbare Angebot weiterhin absorbieren.
Die neuesten Ergebnisse von Micron blieben stark, wobei der Umsatz von 23,86 Milliarden US-Dollar im vorherigen Quartal auf 41,46 Milliarden US-Dollar stieg. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz im vierten Quartal von etwa 50 Milliarden US-Dollar und ein bereinigtes Ergebnis von rund 31 US-Dollar pro Aktie.
CEO Sanjay Mehrotra sagte, dass das knappe Speicherangebot bis 2027 anhalten sollte, während Daniel Newman, CEO der Futurum Group, erwartet, dass das begrenzte Angebot Premium-Preise stützen wird. Jake Behan von Direxion warnte jedoch, dass die Preismacht schwächer werden könnte, wenn das Angebot beginnt, die KI-Nachfrage zu übertreffen.
Die Anlegerstimmung verschlechterte sich auch, nachdem die Aktien von Samsung Electronics und SK Hynix trotz starker Gewinne fielen, was die Befürchtungen schürte, dass die Ausgaben für die KI-Infrastruktur nachlassen könnten. Der breitere Halbleitersektor folgte dem Abwärtstrend, was die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit der Rallye der KI-Chips unterstreicht.
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