Nachdem die Brent-Rohölpreise im April inmitten des US-Iran-Konflikts kurzzeitig 126 Dollar pro Barrel überschritten hatten, sind sie schneller gefallen als ein Acme-Amboss, der für Wile E. Coyotes Kopf bestimmt ist.
Der internationale Richtwert Brent lag am Montag bei etwa 72 Dollar pro Barrel, kaum über dem Vorkriegsniveau. Die laufenden Verhandlungen über ein dauerhaftes Ende des Konflikts, das den Schiffsverkehr im Persischen Golf stabilisieren würde, lassen die ölproduzierenden Nationen sich auf eine mögliche Überversorgung einstellen. Experten sagen, dass dies auch bedeutet, dass ein Preiskrieg bevorstehen könnte.
Ende April kündigten die Vereinigten Arabischen Emirate ihren Austritt aus der OPEC, dem weltweit führenden Energiekartell, an und signalisierten damit, dass sie Produktionsquoten ignorieren würden. Die Produktion des Landes erreichte letzten Monat einen Rekordwert von 3,8 Millionen Barrel pro Tag.
Saudi-Arabien, der größte Produzent der OPEC, wird traditionell als Vermittler auf den globalen Ölmärkten gesehen, der seinen großen Anteil an der globalen Versorgung nutzt, um die Preise zu stabilisieren. Das bedeutet jedoch nicht, dass es über einem Preiskrieg steht, zumal es sich 2020 mit Russland angelegt und Mitte der 2010er Jahre einen OPEC-Angriff auf US-Schieferölproduzenten mitgetragen hat.
Am Montag senkte der staatliche Produzent des Königreichs, Saudi Aramco, seinen Leichtölpreis für Asien für August um 11 Dollar, was die größte monatliche Senkung in diesem Jahrhundert darstellt. Einen Tag zuvor schlossen sich sechs OPEC+-Mitglieder dem Königreich an und erhöhten die Produktion ab nächstem Monat um 188.000 Barrel pro Tag, was die fünfte monatliche Steigerung in Folge ist:
Was nach oben geht: Maritime News berichtete am Montag, dass vom 03.07. bis 05.07. 108 Schiffe die Straße von Hormus passierten, allein am Freitag 43, was darauf hindeutet, dass der weltweit wichtigste Öl-Engpass zur Normalität zurückkehren könnte. Seit der Wiedereröffnung sind die US-Gaspreise über die kühnsten Träume der Analysten hinaus gefallen: Eine Gallone kostete am Montag durchschnittlich 3,79 Dollar, laut AAA-Daten, verglichen mit dem Höchststand von 4,56 Dollar am 21.05.
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