Die Constellation Brands-Aktie wurde am Montag bei rund 143 US-Dollar gehandelt, ein Minus von 2,2 % und deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 178,13 US-Dollar. Der Getränkehersteller veröffentlicht am Dienstag nach Börsenschluss die Ergebnisse für das erste Geschäftsquartal, und die Anleger wollen vor allem eines: den Beweis, dass das Biergeschäft endlich wieder seinen Teil beiträgt.
Constellation Brands, Inc., STZ
Die Wall Street erwartet kein außergewöhnliches Quartal. Von FactSet befragte Analysten rechnen mit einem Umsatzrückgang von 5 % im Jahresvergleich auf 2,39 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn je Aktie um etwa 1 % auf 3,19 US-Dollar sinken dürfte.
Der Hintergrund ist dabei entscheidend. Die Alkoholnachfrage ist seit Jahren schwach, da die Verbraucher sparsamer werden. Constellation hat es schwerer als die meisten anderen, da hispanische Verbraucher etwa die Hälfte der Bierkundenbasis ausmachen und Sorgen um die Erschwinglichkeit sowie Bedenken hinsichtlich der Einwanderungspolitik die Ausgaben dieser Gruppe belastet haben.
Im letzten Quartal gab es jedoch einen Hoffnungsschimmer. Im vierten Geschäftsquartal, das im Februar endete, stieg der Bierumsatz gegenüber dem Vorjahr um etwa 1 % und beendete damit eine lange Verlustserie.
Das Management verwies auf erste Erholungszeichen bei hispanischen Käufern. Modelo gewann weiterhin Marktanteile, und Victoria-Bier spricht zunehmend jüngere Trinker zwischen 21 und 25 Jahren an.
Das sind die guten Nachrichten. Die weniger guten Nachrichten betreffen die Margen.
Die operative Biermarge fiel im vierten Quartal auf 33,2 %, gegenüber 36,6 % im Vorjahr. Geringere Absatzmengen erschweren die Verteilung der Fixkosten, und Zölle auf Aluminiumdosen haben ebenfalls nicht geholfen.
Constellation hat auch anderswo aktiv Kosten gesenkt. Das Unternehmen hat einen Teil seiner Mainstream-Weinmarken abgestoßen, um sich auf ein hochwertigeres Sortiment zu konzentrieren, und dringt weiter in den Bereich importierter mexikanischer Biere, handwerklich hergestellter Spirituosen sowie alkoholarmer und alkoholfreier Getränke vor, da jüngere Verbraucher insgesamt weniger trinken.
Das Unternehmen strebt bis zum Geschäftsjahr 2028 jährliche Kosteneinsparungen von mehr als 200 Millionen US-Dollar an, um den Margendruck auszugleichen.
Die Einschätzung der Wall Street zur Aktie war zuletzt gemischt. Wells Fargo senkte sein Kursziel am Montag von 185 auf 170 US-Dollar, behielt jedoch die Übergewichtungsbewertung bei und sieht weiterhin ein Aufwärtspotenzial von rund 18,8 % gegenüber dem aktuellen Niveau.
Andere Häuser haben unterschiedliche Richtungen eingeschlagen. Bank of America senkte sein Ziel auf 152 US-Dollar und bewertet die Aktie mit „Underperform", während Barclays sein Ziel auf 170 US-Dollar anhob und eine „Equal Weight"-Bewertung vergab. Jefferies und Deutsche Bank halten beide an einer „Hold"-Bewertung fest, mit Kurszielen von 157 bzw. 155 US-Dollar.
Insgesamt zeigen MarketBeat-Daten eine Konsens-Bewertung von „Moderate Buy" mit einem durchschnittlichen Kursziel von 172,21 US-Dollar. Ein Analyst bewertet die Aktie mit „Strong Buy", elf sagen „Buy", acht sagen „Hold" und zwei sagen „Sell".
Der letzte Quartalsbericht von Constellation vom 08.04. übertraf tatsächlich die Erwartungen. Das Unternehmen meldete einen EPS von 1,90 US-Dollar gegenüber einer Schätzung von 1,71 US-Dollar, obwohl der Umsatz im Jahresvergleich um 11,3 % zurückging.
Auf der Insiderseite verkaufte EVP James O. Bourdeau Mitte Mai 4.407 Aktien zu einem Durchschnittspreis von 143,24 US-Dollar und reduzierte damit seinen Anteil um fast ein Drittel. Institutionelle Anleger besitzen weiterhin den Großteil des Unternehmens und halten zusammen 77,34 % der ausstehenden Aktien.
Der Beitrag Constellation Brands (STZ) Stock: What Wall Street Expects from Earnings Tuesday erschien zuerst auf CoinCentral.

