Sechs Menschen sollen bei einem Schusswaffenangriff in einer Jugendhilfeeinrichtung im Zentrum der Stadt Stade, Deutschland, ums Leben gekommen sein. (Bild: EPA Images)
BERLIN: Bei einem Schusswaffenangriff in der Stadt Stade im Norden Deutschlands am Montag kamen sechs Menschen ums Leben, drei Verdächtige wurden von der Polizei festgenommen, berichtet Xinhua unter Berufung auf deutsche Medienberichte.
Nach Angaben der deutschen Behörden ereignete sich der Vorfall in einer Jugendhilfeeinrichtung im Zentrum der Stadt Stade im Bundesland Niedersachsen.
Bislang haben die Behörden bestätigt, dass sechs Personen, bei denen es sich allesamt um Mitarbeiter der betreffenden Einrichtung handelt, ums Leben gekommen sind – fünf starben am Tatort, das sechste Opfer erlag seinen Verletzungen im Krankenhaus.
Unter den drei von der Polizei festgenommenen Verdächtigen befinden sich ein Mann, der die Schüsse abgab, sowie zwei Frauen.
Nach Angaben des deutschen Nachrichtensenders FOCUS, der sich auf die Polizei beruft, könnte ein Sorgerechtsstreit um ein drei Monate altes Baby der Auslöser der Tat gewesen sein.
Der männliche Verdächtige ist der Vater des Babys und wurde in Deutschland in einer Familie türkischer Abstammung geboren.
Auf einer Pressekonferenz am Montagabend teilten die Behörden mit, dass die Frau, die versucht hatte, gemeinsam mit dem Verdächtigen in einem Auto zu fliehen, in engem Verhältnis zur Familie des Verdächtigen steht. Die Polizei bestätigte zudem, dass die Mutter des Babys die zweite festgenommene Frau ist.
Die deutschen Behörden erklärten, es gebe keine Hinweise darauf, dass die Tat politisch oder wirtschaftlich motiviert war. Die Ermittlungen dauern an, und die Polizei hat das tatsächliche Motiv noch nicht ermittelt.

