Die Nvidia-Aktie eröffnete am Freitag bei $192,53 und setzt damit eine schwierige Phase fort, in der der Chip-Gigant im vergangenen Monat fast 9 % verloren hat. Seit Jahresbeginn liegt NVDA nur 5 % im Plus — weit entfernt von den glänzenden Gewinnen, an die sich Anleger in den Vorjahren gewöhnt hatten.
NVIDIA Corporation, NVDA
Auch das Forward-KGV hat sich komprimiert. NVDA wird derzeit mit etwa dem 22-fachen des erwarteten Gewinns gehandelt. Zum Vergleich: Ende Juli letzten Jahres lag dieser Wert bei fast dem 40-fachen. Auf dem Papier sieht das wie ein Rabatt aus. Ob es tatsächlich einer ist, hängt davon ab, wie man das Gesamtbild bewertet.
Ein Faktor, der für den bullischen Fall spricht: Das institutionelle Kapital läuft nicht davon. Generate Investment Management erhöhte seine NVDA-Position im Q1 um 62,5 % und kaufte über 533.000 Aktien hinzu, wodurch die Gesamtzahl auf fast 1,39 Millionen stieg. Die Beteiligung ist nun rund $241,7 Millionen wert und macht 11,9 % des Portfolios aus — die größte Einzelbeteiligung.
Auch andere große Namen haben aufgestockt. Die Norges Bank erwarb eine neue Beteiligung im Wert von rund $62,2 Milliarden. J. Stern & Co. erhöhte seine Position um über 13.700 %. Cardano Risk Management steigerte seine Beteiligung um 896 %. Institutionelle Anleger besitzen nun 65,27 % des Unternehmens.
Nvidias jüngstes Quartal war nach jedem Maßstab stark. Das Unternehmen meldete für Q1 einen EPS von $1,87 und übertraf damit die Konsensschätzung von $1,76. Der Umsatz belief sich auf $81,61 Milliarden, übertraf die erwarteten $78,42 Milliarden und stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 85,2 %.
Der Vorstand genehmigte zudem ein Aktienrückkaufprogramm im Umfang von $80 Milliarden und erhöhte die vierteljährliche Dividende auf $0,25 — gegenüber zuvor $0,01. Das ist eine bedeutende Verschiebung in der Kapitalrückführungsstrategie.
Die Wall Street bleibt weitgehend positiv gestimmt. Jefferies erhöhte sein Kursziel auf $300. CICC hob sein Ziel auf $268,30 an. Der Konsens von 54 Analysten lautet auf Kaufen, mit einem durchschnittlichen Ziel von $303,84 — deutlich über dem Eröffnungskurs vom Freitag.
Nicht alles deutet nach oben. Die Bewertungskompression erzählt eine Geschichte, die über „es ist jetzt billiger" hinausgeht. Hardware-Unternehmen sind zyklisch, und die Margen können sich verschlechtern, wenn der Wettbewerb zunimmt. Alternative Chip-Hersteller und hauseigene KI-Chips großer Cloud-Anbieter dringen zunehmend in den Markt ein.
Auch Insider-Aktivitäten sind erwähnenswert. Direktor Mark Stevens verkaufte am 18.06. 885.000 Aktien zu einem Durchschnittspreis von $210,17, was insgesamt rund $186 Millionen entspricht. Das ist eine Reduzierung seiner Position um 14,53 %. Direktor John Dabiri verkaufte Ende Mai 625 Aktien zu $214.
Insider haben in den vergangenen drei Monaten über 1,9 Millionen Aktien im Wert von rund $410,6 Millionen verkauft. Das signalisiert nicht automatisch Probleme, aber es lohnt sich, dies im Auge zu behalten.
Ein technisches Modell legt nahe, dass NVDA in den nächsten 10 Wochen ausgehend vom aktuellen Niveau zwischen $190 und $225 gehandelt werden könnte, mit einem Fünf-Wochen-Medianziel von rund $213. Die Aktie verzeichnete in den letzten 10 Wochen nur vier Aufwärtswochen.
NVDA hat eine 52-Wochen-Spanne von $151,49 bis $236,54, eine Marktkapitalisierung von $4,66 Billionen und einen 200-Tage-Durchschnitt von $193,00 — genau dort, wo sie sich derzeit befindet.
Der Beitrag Nvidia (NVDA) Stock Pulls Back 9% in a Month — Is Now the Time to Buy? erschien zuerst auf CoinCentral.


