Chainlink hat eine bedeutende Überarbeitung seines Build-Programms angekündigt und beendet damit seine langjährige Praxis, Projekt Token an frühe und mittlere Ökosystemprojekte zu vergeben. Zukünftig wird Chainlink kommerzielle Vereinbarungen auf Basis von LINK oder leicht konvertierbaren liquiden Assets strukturieren, wobei alle Einnahmen systematisch in LINK zurückgeführt werden, um die wirtschaftliche Infrastruktur des Netzwerks zu unterstützen.
Seit seiner Gründung hat das Chainlink Build-Programm technische Beratung, strategische Unterstützung, Ökosystemintegration und Sichtbarkeit für über 80 Projekte bereitgestellt und im Rahmen der Chainlink Rewards-Initiative fast 20 Millionen US-Dollar in Projekt Token an berechtigte LINK-Staker ausgeschüttet.
Chainlink hat jedoch festgestellt, dass das weitere Angebot von Projekt Token-Belohnungen angesichts des aktuellen Marktklimas und der sich wandelnden Projektfinanzierungsmodelle nicht mehr mit seinen langfristigen Zielen übereinstimmt. Die Organisation betonte ihr Engagement, Programme regelmäßig neu zu bewerten, um sicherzustellen, dass Ressourcen maximales nachhaltiges Wachstum für das Netzwerk liefern.
Infolgedessen werden die bestehenden Belohnungsmechanismen im Build-Programm nun schrittweise abgeschafft, und neue kommerzielle Bedingungen werden individuell mit Projekten ausgehandelt, die zuvor teilgenommen haben. Die neueste Chainlink Rewards-Saison markiert das Ende der Build-bezogenen Token-Vergabe und signalisiert eine endgültige Kursänderung in der Programmpolitik.
Berechtigte Teilnehmer müssen ihre abschließenden Belohnungen bis zum 07.07.2026 beanspruchen, danach wird der Antragsprozess dauerhaft geschlossen. Chainlink gab bekannt, dass Ingenieur- und Produktressourcen, die zuvor dem Rewards-System gewidmet waren, für wirtschaftliche Initiativen mit höherer Priorität innerhalb des Netzwerks neu eingesetzt werden.
Unter dem neuen Modell werden Zahlungen aus kommerziellen Vereinbarungen in LINK oder hochliquiden Assets gesammelt, die schnell in LINK umgewandelt werden können. Diese Erlöse werden dann programmatisch zur Finanzierung von Netzwerkwachstumsinitiativen wie dem Chainlink Reserve verwendet.
Glossar: Chainlink Reserve bezeichnet eine Reservestruktur, die darauf ausgelegt ist, die wirtschaftliche Nachhaltigkeit des Netzwerks zu verbessern, indem bestimmte Ökosystemeinnahmen in LINK allokiert werden. Programmatische Konvertierung bedeutet, dass dieser Prozess durch systematische Regeln ohne Manueller Prozess durchgeführt wird.
Laut dem Unternehmen schafft dieser neue Ansatz eine direktere wirtschaftliche Verbindung zwischen Chainlinks Ökosystemaktivität und dem Nutzen von LINK. Anstatt frühe Token mit unsicherer Liquidität zu halten, wird sich das System nun darauf konzentrieren, die direkte Exposition gegenüber LINK zu erhöhen, mit dem Ziel, ein widerstandsfähigeres langfristiges Wirtschaftsmodell für Chainlink aufzubauen.
Mit Blick auf die Zukunft gab Chainlink Labs bekannt, dass seine zukünftigen Wachstumsprogramme sich primär auf Projekte mit starker strategischer Ausrichtung konzentrieren werden, anstatt ein breites Netz über frühe Projekte zu werfen. Das Unternehmen betonte auch seine fortlaufende Zusammenarbeit mit Teams, um Modelle zu verbessern, die frühe Game-Entwickler unterstützen.
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