Die Kryptowährungswelt hat einen kritischen Wendepunkt erreicht, der die Marktrichtung in den nächsten 48 Stunden bestimmen wird. Laut einer aktuellen Analyse von Branchenführer Dan Gunsberg steht Bitcoin sowohl vor einer rekordhohen Volatilität im Spot-ETF-Markt als auch vor massivem Verfallsdruck im Derivatemarkt.
Der größte kurzfristige Katalysator im Markt könnte der massive Optionsverfall von 10,6 Milliarden Dollar am Freitag an der Krypto-Optionsbörse Deribit sein.
Laut von Experten geteilten Daten sind etwa 80 % dieser Positionen „aus dem Geld". Die Konzentration der offenen Positionen liegt bei den Niveaus von 60.000 $ (Put/Verkauf) und 80.000 $ (Call/Kauf). Dies deutet darauf hin, dass es bei Bitcoin bis zum Verfall am Freitag zu starken Preisbewegungen kommen könnte und die aktuelle Erholungsrallye entweder anhalten oder einen starken Ausbruch erleben könnte.
Dan Gunsberg wies auf diese strukturelle Veränderung im Bitcoin-Markt hin. Er erklärte, dass das in den Markt fließende Geld nicht mehr „spekulativ" sei und dass milliardenschwere ETF-Volumina und ausgefeilte Optionsstrategien den Markt liquider, aber auch empfindlicher gegenüber makroökonomischen Entwicklungen gemacht hätten. Gunsberg merkte an, dass der Verfall von 10,6 Milliarden Dollar kurzfristig zu starken Preisschwankungen führen könnte, dass aber auf mittlere bis lange Sicht die institutionelle Basis den Preis weiterhin stützen werde.
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Trotz der angespannten Erwartung im Derivatemarkt läuft die institutionelle Aktivität auf Hochtouren. Bitcoin Spot-ETFs (Exchange Traded Funds) übertrafen eine rekordhohe Volumenbarriere von 6 Milliarden Dollar und bewiesen damit erneut das Ausmaß des institutionellen Interesses. Auf der anderen Seite nehmen jedoch auch die makroökonomischen Drücke zu. Der US-Dollar-Index (DXY), der seinen höchsten Stand in den letzten 7 Monaten erreicht, erzeugt weiterhin erheblichen Verkaufsdruck auf Bitcoin und andere Risikoanlagen.
Eine weitere bedeutende Entwicklung kam vom On-Chain-Datenanalysunternehmen CryptoQuant. Das Unternehmen richtete einen klaren Aufruf an MicroStrategy-CEO Michael Saylor, der für seine aggressiven Bitcoin-Käufe bekannt ist, und erklärte, er solle „aufhören, Bitcoin zu kaufen".
Laut Analysten haben sich die Bitcoin-besicherten Anleihen und Dividendenverpflichtungen des Unternehmens im Jahresvergleich vervierfacht und erreichen 1,2 Milliarden Dollar. Dies gilt als bedeutender Risikofaktor für die finanzielle Nachhaltigkeit des Unternehmens und als potenzieller Verkaufsdruck auf den Markt.
*Dies ist keine Anlageberatung.
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