China hat am Montag 10 amerikanische Unternehmen auf seine Exportkontrollliste gesetzt und dabei Firmen ins Visier genommen, die mit Verteidigung, Drohnen und Seltenerdmaterialien verbunden sind.
MP Materials und USA Rare Earth gehören zu den genannten Unternehmen. Beide sind in der Seltenerden-Mine-bis-Magnet-Lieferkette tätig, und MP Materials betreibt die einzige aktive Seltenerdenmine in den Vereinigten Staaten.
Die Exportkontrollen blockieren alle Dual-Use-Exporte aus China an die genannten Unternehmen. Dual-Use-Güter sind Waren mit sowohl zivilen als auch militärischen Anwendungen.
Applied Materials, Inc., AMAT
Weitere Unternehmen auf der Liste sind die Drohnenhersteller Teal Drones und Jaia Robotics, der Elektronikhersteller Aveox, Ball Aerospace and Technologies sowie Oshkosh Defense.
Chinas Handelsministerium erklärte, die Maßnahmen seien zum Schutz der nationalen Sicherheit und zur Erfüllung internationaler Verpflichtungen ergriffen worden. Das Ministerium bezeichnete den Schritt als direkte Reaktion auf das, was es als „böswillige Praxis" der US-Regierung bezeichnete.
Das Pentagon hat kürzlich seine 1260H-Liste aktualisiert, die chinesische Unternehmen benennt, die mutmaßlich Chinas Militär unterstützen. Zu den neuesten Ergänzungen gehören Alibaba, Baidu, BYD und NIO.
Chinas Schritt wird als direkte Gegenmaßnahme zu dieser Entscheidung betrachtet.
Chinas Finanzministerium kündigte zudem an, chinesischen Käufern die Beschaffung von Produkten von 46 US-Unternehmen, hauptsächlich Rüstungsunternehmen, zu untersagen. Ausländisch finanzierte Unternehmen, die lokal in China tätig sind und mit diesen Firmen verbunden sind, sind weiterhin ausgenommen.
Die Aktienmärkte haben nicht scharf auf die Nachrichten reagiert. Die Aktien von MP Materials und USA Rare Earth blieben nach der Ankündigung weitgehend unverändert.
Analysten sagen, die praktischen Auswirkungen der Kontrollen sind begrenzt. Die meisten der genannten US-Unternehmen haben kaum oder kein nennenswertes Geschäft in China.
George Chen, ein Partner der Asia Group, beschrieb Chinas Reaktion als „proportional" und „weitgehend symbolisch". Er merkte an, dass die meisten der betroffenen Unternehmen verteidigungsorientiert sind und nie bedeutenden Handel mit China betrieben haben.
Han Shen Lin, ebenfalls von der Asia Group, schloss sich dieser Einschätzung an und sagte, die betroffenen Unternehmen hätten „kaum oder kein nennenswertes Geschäftsexposure in China".
Die Kontrollen verursachen für die meisten der genannten Unternehmen keinen unmittelbaren Umsatzverlust.
Die politische Richtung ist jedoch für Investoren relevant. China zeigt, dass es auf US-Blacklists mit eigenen Einschränkungen reagieren kann, insbesondere in Bereichen, die mit Verteidigung, Drohnen und kritischen Mineralien verbunden sind.
Unternehmen mit Exposure zu Seltenen Erden und militärischen Lieferketten könnten von langfristigen US-Bemühungen profitieren, die Abhängigkeit von China bei kritischen Materialien zu reduzieren.
Das Handelsumfeld wird jedoch zunehmend komplexer, da beide Länder ihre nationalen Sicherheitsinstrumente weiter ausbauen.
Der Schritt folgt einem Muster gegenseitiger Handelsmaßnahmen zwischen Washington und Peking, das sich im Laufe des Jahres 2026 aufgebaut hat.
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