Hester Peirce, Mitglied der United States Securities and Exchange Commission (SEC), in der Krypto-Welt seit Langem als „Crypto Mom" bekannt, hat im Rollup-Podcast offiziell bestätigt, dass sie die Behörde im November verlassen wird. Nach fast drei Jahrzehnten im öffentlichen Dienst in Washington bereitet sich Peirce darauf vor, sich von ihrem einflussreichen SEC-Posten zu verabschieden.
Peirces offizielle Amtszeit sollte am 05.06.2025 enden, doch nach US-amerikanischem Recht können SEC-Kommissare bis zu 18 Monate lang im Amt bleiben, bis ein Nachfolger vom Senat bestätigt wird. Diese Regelung hätte es Peirce ermöglicht, bis Anfang Dezember 2026 im Amt zu bleiben. Ihre jüngste Ankündigung zeigt jedoch, dass sie im November zurücktreten wird und auf die mögliche Verlängerungsperiode verzichtet.
Nach ihrem Abgang wurde bekannt, dass Peirce eine Stelle als außerordentliche Professorin an der Regent University School of Law antreten wird. Sie äußerte sich begeistert darüber, die nächste Generation von Rechtsfachleuten zu betreuen und zu ihrer Vorbereitung auf komplexe Herausforderungen beizutragen, die in der Zukunft auf eine Lösung warten.
Peirces Abgang wird die SEC mit nur noch zwei aktiven Mitgliedern zurücklassen: Vorsitzender Paul Atkins und Kommissar Mark Uyeda. Bemerkenswert ist, dass der Behörde dann keine aktiven Mitglieder mehr angehören werden, die von der Demokratischen Partei ernannt wurden, was die Entscheidungsdynamik möglicherweise beeinflussen könnte.
Dieser Wandel kommt zu einem besonders sensiblen Zeitpunkt für die Kryptowährungsbranche. Peirce wurde Anfang 2025 zur Leiterin der Krypto-Taskforce der SEC ernannt, was ihren Abgang für die künftige Aufsicht über digitale Vermögenswerte bedeutsam macht und wahrscheinlich zu einem Führungsvakuum bei der Entwicklung relevanter Vorschriften führen wird.
Zu ihren wichtigsten Prioritäten der letzten Jahre gehörten Bemühungen, mehr Unternehmen einen früheren Börsengang zu ermöglichen, die Abschaffung der „Trade-Through"-Regel und vor allem die Befürwortung eines umfassenden Regulierungsrahmens speziell für Krypto-Vermögenswerte.
Peirce trat der SEC erstmals im Januar 2018 bei, wurde 2020 erneut nominiert und im August desselben Jahres offiziell vom US-Senat bestätigt. Während ihrer Amtszeit war sie eine führende Stimme, die klarere und umsetzbarere Regeln im Bereich der digitalen Vermögenswerte forderte.
In letzter Zeit wächst in Finanzkreisen die Spekulation über die Initiative der SEC zur „Innovations-Ausnahmeregelung" in Bezug auf digitale Vermögenswerte. Peirce dämpfte jedoch die Markterwartungen und wies darauf hin, dass die Ausnahmeregelung noch nicht erlassen wurde, und stellte klar, dass sie nicht dazu gedacht ist, den Handel mit synthetischen Wertpapieren zu erleichtern.
Mini-Glossar: Die Innovations-Ausnahmeregelung bezieht sich auf einen vorübergehenden Ansatz der Regulierungsbehörden, der das begrenzte Testen neuer Produkte oder Technologien erlaubt. Im Kontext dieses Artikels stellt sie eine enge regulatorische Flexibilität für digitale Vermögenswerte vor der Umsetzung umfassenderer, dauerhafter Regeln dar.
Aus Peirces Sicht ist die Initiative keine pauschale Befürwortung der Blockchain-Technologie, wird aber dennoch als bemerkenswerter Schritt vorwärts im Ansatz der SEC zur Regulierung digitaler Vermögenswerte angesehen.
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