SINGAPUR, 20. Juni — Eine 25-jährige Frau, die wegen des mutmaßlichen Handels mit Etomidat-Vapes unter Ermittlung stand, wurde tot in einem Hotelzimmer in Geylang aufgefunden, was eine Untersuchung des Leichenbeschauers darüber auslöste, wie sie starb, während sie mit mehreren Drogenanklagen konfrontiert war.
Die Untersuchung zum Tod von Low Hui Mei ist für den 09.07. angesetzt, teilten die Behörden mit, wie The Straits Times gestern berichtete.
Low wurde am 16.05. bewusstlos in einem Zimmer eines Hotels an der Lorong 8 in Geylang aufgefunden, wie die Polizei bestätigte.
Die Polizei erklärte, dass erste Erkenntnisse kein Fremdverschulden anzeigen, obwohl der Fall vorbehaltlich weiterer Ermittlungen offen bleibt.
Die Singapurer Tageszeitung berichtete, dass Lows Anwalt S S Dhillon angab, ihr Tod sei auf kardiopulmonales Versagen zurückzuführen.
Low wurde im Oktober 2025 im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Handel mit Vape-Produkten verhaftet, die Etomidat enthalten sollen – ein kontrolliertes Medikament, das in Krankenhäusern zur schnellen Sedierung von Patienten eingesetzt wird und beim Einatmen außerhalb medizinischer Aufsicht ernsthafte Gesundheitsrisiken darstellen kann.
Die Behörden beschlagnahmten später 11 E-Vaporisatoren und 101 Pods, die von der Health Sciences Authority getestet wurden und die kontrollierte Substanz enthielten.
Low wurde anschließend wegen mehrerer Vergehen im Zusammenhang mit Besitz, Konsum und Vertrieb von Kpods angeklagt.
Ihr Fall sollte am 16.06. vor Gericht kommen, doch die Verfahren wurden nach ihrem Tod eingestellt und alle Anklagen wurden förmlich aufgehoben.
Nach singapurischem Recht werden Strafverfahren eingestellt, wenn ein Angeklagter vor Abschluss des Verfahrens stirbt.


