Die Vorhersagemarkt-Plattform Kalshi hat laut einem Bericht von The Information frühe, informelle Gespräche mit Investmentbanken über einen möglichen Börsengang (IPO) aufgenommen.
Die Gespräche sind vorläufig und unverbindlich. Kalshi lehnte eine Stellungnahme ab, als Journalisten das Unternehmen kontaktierten.

Das Unternehmen hat einen annualisierten Umsatz von 2 Milliarden US-Dollar überschritten. Das ist ein Anstieg gegenüber der annualisierten Laufrate von 1 Milliarde US-Dollar, die das Wall Street Journal im März gemeldet hatte.
Das Wachstum erfolgt nur wenige Wochen nachdem Kalshi im Mai eine Series-F-Finanzierungsrunde über 1 Milliarde US-Dollar abgeschlossen hat. Diese Runde bewertete das Unternehmen mit 22 Milliarden US-Dollar und wurde von Coatue angeführt, mit Unterstützung von Sequoia Capital, Andreessen Horowitz, Paradigm, Morgan Stanley und ARK Invest.
Kalshi und der Konkurrent Polymarket sind die beiden dominanten Plattformen im Vorhersagemarkt-Bereich. Im Mai verzeichnete Kalshi ein monatliches Volumen von 16,81 Milliarden US-Dollar, gegenüber 14,81 Milliarden US-Dollar im April.
Polymarket verzeichnete im vergangenen Monat ein Volumen von 7,08 Milliarden US-Dollar, gegenüber 9,01 Milliarden US-Dollar im April.
Der Abstand zwischen den beiden Plattformen hat sich vergrößert. Kalshi hat sich beim monatlichen Handelsvolumen nun deutlich abgesetzt.
Das schnelle Wachstum der Plattform blieb nicht ohne Reibung. Kentucky wurde diese Woche zum jüngsten Bundesstaat, der eine Klage gegen Kalshi, Polymarket und verbundene Unternehmen eingereicht hat.
Die Klagen behaupten, dass die Plattformen unlizenzierte, illegale Sportwetten- und Glücksspieldienste betreiben. Viele andere Bundesstaaten haben ähnliche Klagen eingereicht.
Verbände der Glücksspielbranche erhöhten den Druck zu Beginn dieser Woche. Ein an den Senat gesandter Brief forderte die Gesetzgeber auf, in die Krypto-Marktstrukturgesetzgebung Regelungen aufzunehmen, die Vorhersagemärkte im Zusammenhang mit Sport und casinoartigem Glücksspiel ausdrücklich verbieten würden.
Bundesbehörden sehen die Sache anders. Die Commodity Futures Trading Commission hat stets die Auffassung vertreten, dass Vorhersagemärkte gemäß dem Commodity Exchange Act ihrer ausschließlichen Aufsicht unterliegen.
Die CFTC ist sogar so weit gegangen, mehrere Bundesstaaten zu verklagen, die versucht haben, diese Plattformen einzuschränken.
Die Spannung zwischen staatlicher und bundesstaatlicher Zuständigkeit für Vorhersagemärkte bleibt ungeklärt. Diese rechtliche Unsicherheit bildet den Hintergrund, vor dem Kalshi nun einen Börsengang erwägt.
Es wurde kein Zeitplan für einen Börsengang gemeldet. Die Gespräche werden als früh und informell beschrieben.
Der Beitrag Kalshi Is Eyeing an IPO — and It's Growing Faster Than Anyone Expected erschien zuerst auf CoinCentral.


