Der Kryptomarkt befindet sich weiterhin in einer schwierigen Phase. Das negative Sentiment ist nach wie vor deutlich spürbar. Trotz der Hoffnungen auf eine mögliche Einigung im Nahostkonflikt und einer damit verbundenen Entspannung an den Finanzmärkten zeigt sich bei Solana bislang kaum eine nachhaltige Reaktion. Zwar konnten die Käufer zuletzt verhindern, dass der Kurs weiter deutlich abrutscht, gleichzeitig fehlt jedoch weiterhin die Dynamik für eine stärkere Aufwärtsbewegung.
Besonders deutlich wird dies beim Blick auf die aktuelle Nachfrage. Weder langfristige Investoren noch kurzfristig orientierte Trader zeigen derzeit großes Interesse daran, neue Positionen aufzubauen. Stattdessen dominiert weiterhin eine abwartende Haltung. Viele Marktteilnehmer scheinen zunächst auf neue fundamentale oder makroökonomische Impulse zu warten, bevor größere Kapitalzuflüsse in den Markt zurückkehren.
Dieses Verhalten spiegelt sich inzwischen in zahlreichen Marktdaten wider. Die Orderflow-Daten zeigen sowohl am Spotmarkt als auch am Derivatemarkt einen deutlichen Rückgang der Aktivität. Das bedeutet, dass weniger Kapital in den Markt fließt und gleichzeitig weniger neue Positionen eröffnet werden.
Solana-Kurs und Order-Flow-Daten
Die zentrale Frage, die sich Anleger nun stellen, ist, wo im Solana-Kurs wieder stärkeres Kaufinteresse aufkommen könnte. Nach dem deutlichen Rückgang der vergangenen Wochen befindet sich der Markt aktuell auf der Suche nach einer stabilen Grundlage für eine mögliche Erholung. Dabei lohnt sich ein Blick auf das Volumenprofil im Chart. Dieses zeigt nicht nur, wo der Kurs gehandelt wurde, sondern vor allem, in welchen Preisbereichen die größte Aktivität zwischen Käufern und Verkäufern stattgefunden hat.
Auffällig ist dabei vor allem der Bereich um 86 US-Dollar. Dort wurde vor dem anschließenden Abverkauf besonders viel Volumen umgesetzt. Deshalb befindet sich dort aktuell der Point of Control, also die Preiszone mit der höchsten Handelsaktivität innerhalb des betrachteten Zeitraums.
Solana-Kurs auf TradingView
Solche Bereiche spielen eine besondere Rolle. Dort haben viele Marktteilnehmer Positionen aufgebaut, weshalb der Markt bei einer späteren Rückkehr häufig erneut reagiert. Aus diesem Grund dürfte der Bereich um 86 US-Dollar aktuell eine der wichtigsten Hürden auf der Oberseite darstellen. Sollte Solana in den kommenden Wochen wieder ansteigen, könnten dort viele Anleger ihre Positionen reduzieren oder Gewinne mitnehmen.
Unterhalb dieses Bereichs hat vergleichsweise wenig Aktivität stattgefunden. Das Volumenprofil zeigt zwischen der aktuellen Kursregion und dem Point of Control nur wenige größere Volumenknoten. Dadurch fehlt aktuell eine klare Struktur, an der sich der Markt orientieren kann.
Auf der Unterseite bleibt dagegen die Zone um 74 US-Dollar besonders wichtig. Dort zeigten Käufer zuletzt erstmals wieder stärkeres Interesse und verhinderten zunächst einen weiteren Kursrückgang. Noch spannender wird jedoch der Blick auf die Liquidation Heatmap. Hier zeigt sich ein größeres Liquiditätscluster im Bereich von 66 US-Dollar.
Solana: Liquidation-Heatmap. Quelle: CoinAnk
Solche Bereiche wirken häufig wie ein Magnet auf den Markt. Der Grund dafür ist, dass sich dort zahlreiche Stop-Loss-Orders und gehebelte Positionen befinden. Nicht selten werden solche Zonen zunächst angelaufen, bevor der Markt anschließend eine größere Gegenbewegung startet. Entsprechend kann aktuell nicht ausgeschlossen werden, dass Solana zunächst noch einmal die Region um 66 US-Dollar anläuft.
ACHTUNG: MiCA-Frist läuft ab: So verhältst du dich richtig!


