Neue On-Chain-Daten des Blockchain-Analyseanbieters CryptoQuant zeigen, dass fast die Hälfte aller im Umlauf befindlichen Stablecoins seit über einem Jahr ungenutzt auf Börsen liegt. Die Zahlen deuten auf eine zunehmende Vorsicht der Anleger angesichts der jüngsten Marktbewegungen hin.
Seit Dezember 2024 hat sich das Verhältnis der auf Börsen gehaltenen Stablecoins zwischen 0,40 und 0,46 eingependelt. Das bedeutet, dass etwa 40 bis 46 Prozent aller im Umlauf befindlichen Stablecoins auf Handelsplattformen geparkt bleiben. Ein Großteil dieser Mittel wurde in diesem Zeitraum jedoch kaum aktiv genutzt.
CryptoQuant, eine Plattform zur Überwachung von On-Chain-Daten für Bitcoin und andere digitale Assets, definiert das „Exchange Supply Ratio" als den prozentualen Anteil des gesamten Umlaufangebots eines Assets, der auf zentralisierten Börsen gehalten wird.
Trotz dramatischer Preisschwankungen in den vergangenen 18 Monaten hat sich die allgemeine Liquiditätsstruktur weitgehend nicht verändert. Dies deutet darauf hin, dass der Markt zwar über ausreichend Kapital verfügt, die Anleger es jedoch nicht ohne Weiteres in Risikopositionen einsetzen.
Im gleichen Zeitraum stieg Bitcoin Ende 2024 auf Rekordhochs von fast 125.000 USD, bevor er auf den Bereich von 60.000 USD zurückfiel. Dennoch schwankte das Stablecoin-Exchange-Supply-Ratio um höchstens 5 Prozentpunkte.
Diese Diskrepanz deutet darauf hin, dass die starken Preisbewegungen weniger auf eine breite Liquiditätsflucht als vielmehr auf den selektiven Einsatz des verfügbaren Kapitals zurückzuführen sein könnten. Mit der zunehmenden institutionellen Beteiligung zieht dieses stabile Verhältnis im Rahmen der Marktstruktur große Aufmerksamkeit auf sich.
Die Daten zeigen, dass Binance allein regelmäßig zwischen 25 und 30 Prozent des globalen Stablecoin-Angebots hält. Das bedeutet, dass die Börse mehr als die Hälfte aller auf zentralisierten Plattformen gehaltenen Stablecoins kontrolliert. Binance bleibt gemessen am Handelsvolumen eine der größten Kryptowährungsbörsen der Welt.
Analysten sind der Ansicht, dass dieses Verteilungsmuster darauf hindeutet, dass sich im breiteren Kryptomarkt möglicherweise bereits strukturell bedeutsame Tiefpunkte gebildet haben. Viele Marktteilnehmer haben die mit der Liquidität verbundenen Abwärtsrisiken möglicherweise bereits eingepreist.
Für langfristige Anleger könnten die aktuellen Bedingungen eine geduldigere Akkumulationsstrategie begünstigen, selbst inmitten kurzfristiger Marktturbulenzen. Dennoch verdeutlichen die Daten in erster Linie die anhaltende Vorsicht, die das Anlegerverhalten prägt, anstatt eine eindeutige Marktrichtung zu signalisieren.
The post Stagnant stablecoin supply tops 46 percent on exchanges appeared first on COINTURK NEWS.


