Der EU-Botschafter in Malaysia, Rafael Daerr, sagte, der Block wolle die Beziehungen zu Partnern stärken, und Malaysia sei dabei ein Schlüsselland.
PETALING JAYA: Die jüngsten globalen Krisen haben das Engagement der Europäischen Union (EU) gegenüber Malaysia und anderen Partnern in den Bereichen Handel, Investitionen und strategische Zusammenarbeit nicht geschwächt, sagte ihr Botschafter in Malaysia.
Rafael Daerr sagte, die globalen Handelsspannungen und die Haltung, wirtschaftliche Abhängigkeiten oder Lieferketten als „Waffe" einzusetzen, hätten den Entschluss des Blocks, die Beziehungen zu vertrauenswürdigen Partnern zu stärken, im Gegenteil gefestigt.
Er sagte, die EU wähle bewusst einen anderen Kurs, indem sie sich auf die Diversifizierung der Lieferketten und die Stärkung der Zusammenarbeit mit Ländern konzentriere, die ein faires und regelbasiertes Engagement unterstützten.
„Die Reaktion der EU ist klar: Wir stärken unsere Partnerschaften, und Malaysia ist dabei ein Schlüsselland. Wir nähern uns dem Engagement durch Dialog, mit einer Zusammenarbeit, die auf internationalem Recht, Vertrauen und Transparenz basiert", sagte er gegenüber FMT.
Daerr sagte, der Ansatz der EU stelle gemeinsame Interessen und gegenseitigen Nutzen in den Vordergrund und erhalte gleichzeitig stabile Beziehungen zu den Partnern.
„Sie können in den kommenden Jahren mit mehr EU-Engagement rechnen", sagte er, insbesondere mit Blick auf die laufenden Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen mit Malaysia.
Seiner Aussage nach wird das kürzlich ratifizierte Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen Malaysia und der EU einen umfassenden Rahmen für die Stärkung der Zusammenarbeit bieten.
Die EU bleibt einer der wichtigsten Partner Malaysias, wobei der Gesamthandel zwischen Malaysia und dem Block im Jahr 2025 um 4,2 % auf RM 228,04 Milliarden gestiegen ist, verglichen mit RM 218,91 Milliarden im Jahr 2024.
Wichtige Kooperationsmöglichkeiten
Daerr sagte, die EU biete Malaysia zwei wichtige Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Technologietransfer für Seltene Erden und „Offtake"-Vereinbarungen.
„EU-Unternehmen verfügen über das neueste Fachwissen bei der Trennung wichtiger Rohstoffe und Seltener Erden – sie haben diese Technologien sogar entwickelt. Und die EU ist auch führend bei nachhaltigen Extraktions- und Recyclingtechnologien. Dies deckt sich mit den Prioritäten Malaysias, insbesondere angesichts seiner Bedenken hinsichtlich der Umweltauswirkungen des Bergbaus", sagte er.
Bezüglich der „Offtake"-Vereinbarungen sagte er, die EU sei der zweitgrößte Markt für Dauermagnete und könne Malaysia einen stabilen Markt bieten.


