Im XRP-Ökosystem vollzieht sich etwas Bedeutsames, das wenig mit den täglichen Kursbewegungen zu tun hat. Laut Nick Regan von Cheeky Crypto absorbieren institutionelle Akteure XRP still und leise über private Over-the-Counter-Desks und umgehen dabei vollständig die öffentlichen Orderbücher.
Regan erklärt, dass in den vergangenen Monaten bis Juni 2026 „das rohe Volumen der Token, das direkt von OTC-Desks absorbiert wird, ein Allzeithoch erreicht hat." On-Chain-Metriken registrieren eine erhöhte Whale-Akkumulation, doch der öffentliche Kurs bleibt gedrückt. Das könnte einen potenziellen Angebotsschock auslösen. Das liquide Angebot verlässt den Markt lautlos, ohne Kurssignal.
Wenn Institutionen große Positionen aufbauen, wenden sie sich direkt an private Liquiditätsquellen statt an öffentliche Börsen. Dadurch bleibt die Kursentwicklung begrenzt, während die Akkumulation weitergeht. Privatanleger, die Charts beobachten, sehen kaum Bewegung, werden frustriert und steigen aus, während Whales diese Positionen absorbieren.
Ein zentrales Element von Regans Analyse ist Ripples Stablecoin, RLUSD. Traditionelle Finanzinstitutionen sehen sich strengen regulatorischen Hürden gegenüber, die es ihnen verbieten, volatile digitale Vermögenswerte in ihrer Bilanz zu halten. RLUSD löst dieses Problem. Es gibt Institutionen ein konformes, fiat-gedecktes Instrument an die Hand, das sie frei halten und damit handeln können.
Regan verweist auf Ripples Expansion in das türkische Krypto-Ökosystem im Wert von 200 Milliarden US-Dollar als konkretes Beispiel. Institutionen steigen über RLUSD ein und verbinden sich direkt mit Ripples Zahlungsinfrastruktur. Währungsübergreifende Abwicklungen werden dann über XRP als Brücken-Asset geleitet, was Institutionen auf beiden Seiten Stabilität bietet, während das Ledger das Volumen im Hintergrund verarbeitet.
Regan identifiziert eine gegenwärtige strukturelle Spannung. Ein erheblicher Teil der frühen institutionellen Stablecoin-Abwicklungen findet auf externen Plattformen statt, nicht auf dem XRP Ledger. Er stellte fest, dass die Smart-Contract-Integration „weitaus länger gebraucht hat, um zu reifen, als irgendjemand erwartet hatte", und lässt native Token-Inhaber auf direkte On-Chain-Nutzbarkeit warten.
Regan betrachtet dies als vorübergehend. Externe Chains dienen als verbraucherorientierte Einstiegspunkte, während das native Ledger als zentrales Clearinghaus konzipiert ist. Sobald die technischen Brücken vollständig vorhanden sind, so sein Argument, könnte die Kapitalverschiebung mit überraschender Geschwindigkeit erfolgen.
XRP hat ein festes Gesamtangebot. Wenn eine Institution täglich 10 Milliarden US-Dollar bewegen muss und der native Vermögenswert einen niedrigen Stückpreis hat, sagt Regan: „Das System würde buchstäblich Milliarden von Token benötigen, die jede einzelne Sekunde ständig durch die Liquiditätspipeline fließen." Das schafft einen strukturellen Wertboden und erklärt, warum XRP nicht bei niedrigen Kursen bleiben kann.
Mit Blick auf Ende 2026 sieht Regan Staatsschuldendrücke und Tokenisierungsbestrebungen der Zentralbanken, die Kapital in Richtung unternehmenstauglicher Netzwerke mit regulatorischer Klarheit und garantierter Transaktionsendgültigkeit lenken. Das unternehmerische Fundament, so sagt er, „wird systematisch gelegt."
Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient der Information und sollte nicht als Finanzberatung betrachtet werden. Die in diesem Artikel geäußerten Ansichten können die persönlichen Meinungen des Autors beinhalten und repräsentieren nicht die Meinung von Times Tabloid. Den Lesern wird empfohlen, gründliche Recherchen anzustellen, bevor sie Anlageentscheidungen treffen. Jede vom Leser vorgenommene Handlung erfolgt ausschließlich auf eigenes Risiko. Times Tabloid ist nicht verantwortlich für finanzielle Verluste.
Folge uns auf X, Facebook, Telegram und Google News
Der Beitrag Experte an XRP-Inhaber: Die brutale 61%-Wahrheit, die Whales nicht wollen, dass du sie siehst erschien zuerst auf Times Tabloid.


