Der Bitcoin-Preis stand diese Woche unter Druck, da Trader den wachsenden Miner-Stress gegen historische Akkumulationssignale abwogen. Marktteilnehmer konzentrierten sich auf die Rentabilitätskennzahlen der Miner, nachdem mehrere Analysten argumentierten, dass die aktuellen Bedingungen früheren Zyklustiefstständen ähnelten.
Der allgemeine Ausblick für den Bitcoin-Preis blieb gemischt. Während einige Trader vor einem weiteren Rückgang warnten, wiesen andere auf die Miner-Kapitulation als Hinweis darauf hin, dass langfristiger Wert entstand. Die Debatte verschärfte sich, da die makroökonomische Unsicherheit anhielt und die Zuflüsse in Spot-Exchange-Traded-Funds schwächer wurden.
Daan Crypto Trades stellte fest, dass der Nahostkonflikt seit über 100 Tagen andauerte, während Bitcoin größtenteils seitwärts handelte. Dieses Marktverhalten deutete darauf hin, dass geopolitische Schlagzeilen nur begrenzten dauerhaften Einfluss auf die jüngste Handelsaktivität hatten.
Quelle: Daan Crypto/X
Killa identifizierte den 14. Juni als wichtiges Datum basierend auf dem historischen Marktverhalten. Der Trader beobachtete, dass Bitcoin nach diesem Zeitraum in 10 von 11 Fällen negative Reaktionen zeigte. Diese Rückgänge lagen im Durchschnitt zwischen 5 und 8 Prozent in den folgenden zwei Wochen.
Quelle: X
Ted Pillows sagte, Bitcoin kämpfe weiterhin unterhalb eines Widerstandsbereichs, der bullische Versuche wiederholt abgelehnt habe. Der Analyst argumentierte, dass ein erfolgreicher Breakout die Stimmung verbessern könnte, während eine weitere Ablehnung den Abwärtsdruck erhöhen könnte.
Die Marktteilnehmer blieben daher auf den kurzfristigen Schwung konzentriert, anstatt auf umfassendere Narrative.
BitBo-Daten zeigten, dass der Miner-Kapitulationsindikator fest im negativen Bereich verharrte. Ähnliche Bedingungen traten während früherer Bärmarktphasen auf, als die Mining-Rentabilität zurückging und schwächere Betreiber das Netzwerk verließen.
Bitcoin-Miner-Kapitulationschart | Quelle: BitBo
Killa argumentierte, dass Miner aufgrund der Beziehung zwischen Netzwerkschwierigkeit und Marktwert kapitulierten. Der Trader beschrieb das Setup als eines der klarsten verfügbaren Akkumulationssignale. Diese Ansicht spiegelte eine langjährige Markttheorie wider, dass Miner-Stress häufig mit spätphasigen bärischen Bedingungen zusammenfällt.
Capriole Investments-Gründer Charles Edwards berichtete, dass Bitcoin nahe den Produktionskosten gehandelt wurde, sodass Miner sich nahe der Gewinnschwelle befanden. Da sich die Gewinnmargen verengten, standen die Betreiber unter größerem Druck, Ausgaben zu reduzieren oder Bestände zu liquidieren. Diese Reaktion spiegelte frühere Marktzyklen wider, in denen Mining-Unternehmen während anhaltender Abschwünge kämpften.
Bitcoin-Preischart | Quelle: X
Edwards fügte hinzu, dass langfristige Chancen historisch gesehen entstanden, wenn Bitcoin sich den Produktions- und Stromkosten annäherte. Solche Phasen spiegelten häufig weit verbreiteten Pessimismus wider, da sich die Mining-Wirtschaft zusammen mit der Anlegerstimmung verschlechterte. Die Kombination schuf häufig Bedingungen, die mit dauerhaften Markttiefstständen verbunden waren.
Killa argumentierte außerdem, dass die traditionellen Finanzmärkte später in diesem Jahr eine Korrektur erleben könnten. Der Trader glaubte, dass ein solcher Schritt das endgültige Zyklustief für den Bitcoin-Preis schaffen könnte, bevor eine breitere Erholungsphase entstand. Ähnliche Muster zeigten sich in früheren Zyklen, als Risikowerte gemeinsam schwächelten, bevor sie langfristige Tiefststände etablierten.
Daan Crypto Trades beobachtete, dass die europäischen Handelszeiten den größten Verkaufsdruck im Jahresverlauf erzeugten.
Asiatische Sitzungen blieben vergleichsweise stabil, während die Aktivität in den Vereinigten Staaten zuletzt inmitten beschleunigter Abflüsse aus Exchange-Traded-Funds zunahm. Diese regionalen Unterschiede halfen zu erklären, warum sich die Volatilität oft in bestimmten Handelsfenstern konzentrierte.
Ted Pillows behauptete, dass Bitcoin niedrigere Niveaus erneut testen könnte, bevor ein stärkerer Erholungstrend beginnt. Der Analyst stützte diese Ansicht auf historische Zusammenhänge zwischen Markttiefstständen und langfristigen gleitenden Durchschnitten. Solche Vergleiche deuteten darauf hin, dass ein weiterer Rückgang möglich bleibt, bevor sich ein nachhaltiger Aufschwung entwickelt.
Trader scheinen sich nun auf bevorstehende Kursreaktionen rund um Mitte Juni zu konzentrieren. Marktteilnehmer werden auch die Rentabilitätskennzahlen der Miner genau beobachten. Denn eine anhaltende Verbesserung könnte den Kapitulationsdruck verringern und den Fall für eine breitere Erholung stärken.
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