Die US-Aktienmärkte verzeichneten am Donnerstag solide Zuwächse, da die Händler ihre Aufmerksamkeit von den eskalierenden Feindseligkeiten im Nahen Osten auf das mit Spannung erwartete SpaceX-Börsenangebot am Freitag lenkten.
Der Dow Jones Industrial Average stieg um rund 310 Punkte, was einem Anstieg von 0,7% entspricht. Der S&P 500 legte 0,5% zu, während der Nasdaq Composite um 0,7% kletterte.
E-Mini S&P 500 Jun 26 (ES=F)
Die positive Dynamik hielt an, obwohl die Vereinigten Staaten weitere Militäroperationen gegen iranische Ziele durchführten. Die Marktteilnehmer zeigten sich widerstandsfähig, und die Energierohstoffpreise blieben relativ stabil.
West Texas Intermediate Rohöl stieg lediglich um 0,3% auf 90,30 USD pro Barrel. Brent-Rohöl blieb stabil. Diese Preisstabilität zeigt, dass die Marktteilnehmer keine weitere erhebliche Eskalation des Konflikts erwarten.
Präsident Trump teilte über Truth Social mit, dass die US-Streitkräfte am Donnerstagabend einen weiteren Angriff durchführen und die „vollständige Kontrolle" über die Kharg-Insel – eine kritische iranische Erdölexportanlage – übernehmen würden. Er deutete ferner an, die gesamte Energieinfrastruktur des Iran übernehmen zu wollen.
Trotz dieser dramatischen Ankündigungen behielten die Aktien ihren Aufwärtstrend bei. Marktstrategen der Bespoke Investment Group stellten fest, dass in letzter Zeit in frühen Handelsphasen häufig Stärke nachließ, da Anleger Kapital von überdurchschnittlich performenden Sektoren in defensivere Anlagen umschichteten.
Die Aufmerksamkeit der Anleger richtet sich fest auf die für Freitag erwartete Börseneinführung von Elon Musks SpaceX. Das Angebot wird allgemein erwartet, Rekorde als der bedeutendste IPO in der Finanzgeschichte zu brechen.
SpaceX wird unter dem Symbol SPCX gehandelt werden. Obwohl offizielle Bewertungs- und Preisinformationen noch nicht bestätigt sind, hat das bevorstehende Debüt erhebliches Interesse in der Finanzgemeinschaft geweckt.
Oracle war am Donnerstag ein bedeutender Verlierer. Der Softwaregigant für Unternehmen lieferte Quartalsergebnisse, die die Gewinnschätzungen der Analysten übertrafen, dennoch fielen die Aktien im vorbörslichen Handel um mehr als 11%.
Der Ausverkauf folgte auf die Bekanntgabe von Cloud-Infrastrukturumsätzen durch Oracle, die hinter den Anlegererwartungen zurückblieben. Darüber hinaus lagen die Investitionsausgaben über den Prognosen, was Bedenken hinsichtlich einer Margenverengung aufwarf.
Die Marktteilnehmer hatten ein robustes Wachstum im Cloud-Geschäft erwartet, wodurch die Umsatzverfehlung ausreichte, um trotz der die Prognosen übertreffenden Ergebnisse einen starken Kursrückgang auszulösen.
Die am Donnerstag veröffentlichten Wirtschaftsdaten zeigten, dass die Großhandelsinflation stärker als von Ökonomen prognostiziert anstieg. Der Erzeugerpreisindex stieg um 1,1% auf Monatsbasis und kletterte im Jahresvergleich um 6,5%.
Dies stellt die bedeutendste jährliche Beschleunigung seit November 2022 dar. Erhöhte Erdölkosten im Zusammenhang mit der iranischen Militärsituation sind ein wesentlicher Katalysator hinter dem Anstieg.
Die Verbraucherpreisdaten hatten bereits zu Beginn der Woche über den Erwartungen gelegen, womit der Großhandelspreisbericht vom Donnerstag die zweite aufeinanderfolgende Inflationsüberraschung darstellte.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung für die Woche bis zum 06.06. beliefen sich auf 229.000 und übertrafen damit die Konsensschätzung von 220.000. Die Folgeanträge stiegen auf 1,795 Millionen.
Anleger werden beobachten, wie diese Inflationsdaten die geldpolitischen Erwartungen im Vorfeld der bevorstehenden Beratungen der Federal Reserve beeinflussen.
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