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Bitcoin steht vor einem neuen BIP-110-Kampf, während Adam Back vor dem Risiko einer Minderheits-Fork warnt

2026/06/10 00:09
2 Min. Lesezeit
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Story Highlights
  • BIP-110 schlägt vor, nicht-monetäre Transaktionsdaten durch einen nutzeraktivierten Soft-Fork einzuschränken.

  • Adam Back warnte, dass eine Erzwingung von BIP-110 einen Minderheits-Bitcoin-Fork erzeugen könnte.

  • Trotz des Streits bleibt Back bullisch und gab an, BTC während des jüngsten Markt-Rückgangs gekauft zu haben.

Bitcoins neueste Governance-Debatte spitzt sich zu, und diesmal geht es nicht um den Preis. Es geht darum, wer über die Zukunft des Netzwerks entscheiden darf.

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Der Streit dreht sich um BIP-110, einen Vorschlag, der nicht-monetäre Daten in Bitcoin-Transaktionen durch einen nutzeraktivierten Soft-Fork (UASF) einschränken würde. Befürworter argumentieren, dass die Änderung Netzwerk-Spam reduzieren würde. Kritiker hingegen überzeugt das nicht.

BIP-110 löst neue Community-Spaltung aus

Der Schwung rund um BIP-110 erreichte Anfang Juni einen kritischen Punkt, als Befürworter für eine Aktivierung drängten, ohne sich auf den Konsens der Miner zu stützen. Genau dort stieß der Vorschlag auf heftigen Widerstand.

Am 08.06. lehnte Adam Back den Vorschlag öffentlich ab, nannte ihn technisch fehlerhaft und warnte, dass eine erzwungene Aktivierung das Netzwerk in einen Minderheits-Fork spalten könnte. Er argumentierte, dass BIP-110 die breite Ökosystem-Unterstützung fehlt, die SegWit (Segregated-Witness) half, 2017 nach jahrelanger Koordination zwischen Entwicklern, Minern und Node-Betreibern schließlich zu aktivieren.

Back lehnte auch Vergleiche zwischen BIP-110 und SegWit (Segregated-Witness) ab und sagte, die Situationen seien grundlegend verschieden.

Spam-Reduzierungs-Argument stößt auf Gegenwind

Ein wesentliches Verkaufsargument für BIP-110 war die Behauptung, dass es Transaktions-Spam im Netzwerk reduzieren würde.

Back wies dieses Argument jedoch vollständig zurück und erklärte, der Vorschlag würde das angestrebte Ergebnis schlicht nicht erzielen. Seiner Ansicht nach erzeugt die Einführung eines nutzeraktivierten Soft-Forks ohne echte Ökosystem-Unterstützung eine separate Minderheits-Chain anstatt eines sinnvollen Protokoll-Upgrades.

Um seinen Standpunkt zu veranschaulichen, teilte er ein Bild einer Katze, die in einem mit blauem Klebeband gekennzeichneten Quadrat mit der Aufschrift „DEFAULT OP_RETURN LIMIT" sitzt, und beschrieb es als BIP-110 „in a nutshell".

Bullisch trotz des Governance-Streits

Interessanterweise hat der Protokollstreit Backs Marktausblick nicht verändert. Während er BIP-110 kritisierte, bewahrte er eine bullische Haltung gegenüber Bitcoin. Am 09.06. zeigte sein Kommentar zu einem Meme-Beitrag, dass er trotz Marktunsicherheit vollständig zu BTC steht. Er enthüllte auch, dass er während des jüngsten Markt-Rückgangs zusätzliche BTC gekauft hat und an höhere Preise in der Zukunft glaubt.

Derzeit befindet sich Bitcoin im Spannungsfeld zweier getrennter Debatten: auf der einen Seite eine umstrittene Protokolldiskussion, auf der anderen die unerschütterliche langfristige Überzeugung einiger seiner prominentesten Unterstützer.

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