Nationaler Sicherheitsberater Eduardo SL. Oban, Jr. forderte am Mittwoch eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Regierung, Unternehmen und Gemeinschaften, um die nationale Resilienz angesichts wachsender globaler und inländischer Störungen aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
In seiner Rede beim General Membership Meeting der Management Association of the Philippines erklärte Herr Oban, dass die Philippinen über reaktive Krisenreaktionen hinausgehen und Systeme entwickeln müssen, die in der Lage sind, mehrere Bedrohungen vorherzusehen und zu bewältigen.
„Führung in der Praxis wird in Zeiten der Zerstörung am besten getestet", sagte er, „Nationale Resilienz ist kein Regierungsproblem. Es ist eine gesamtnationale Aufgabe."
Herr Oban warnte, dass moderne Störungen, darunter Klimawandel, Cyberangriffe, Desinformation, geopolitische Konflikte und wirtschaftliche Instabilität, sich heute gegenseitig überschneiden und verstärken und so einen größeren Druck auf nationale Institutionen und kritische Infrastrukturen ausüben.
Er betonte, dass die Philippinen aufgrund der Abhängigkeit von importierten Lebensmitteln, Energie und digitaler Konnektivität, die mit globalen Lieferketten verbunden sind, weiterhin anfällig bleiben.
„Vertrauen ist die unsichtbare Infrastruktur von Institutionen", sagte er und stellte fest, dass ein abnehmendes öffentliches Vertrauen die kollektive Reaktion in Krisenzeiten untergräbt.
Herr Oban hob auch die Notwendigkeit institutionalisierter öffentlich-privater Koordinierungsmechanismen hervor und erklärte, dass Unternehmen wertvolle Echtzeitdaten und operative Erkenntnisse besitzen, die die nationale Vorsorge stärken könnten.
Zu den diskutierten Initiativen gehörten verbesserte Krisengovernancesysteme, eine verstärkte Koordination mit Katastrophenschutzbehörden sowie Partnerschaften mit Organisationen wie dem National Resilience Council und der Philippines Disaster Resilience Foundation.
Er unterstrich ebenfalls die Rolle strategischer Allianzen und regionaler Zusammenarbeit bei der Stärkung der Resilienz des Landes, insbesondere in den Bereichen maritime Sicherheit, Lieferketten und Schutz kritischer Infrastrukturen.
Herr Oban forderte den Privatsektor auf, „Mitarchitekten der nationalen Sicherheit" zu werden, indem er in Vorsorge, strategische Reserven, Infrastrukturschutz und glaubwürdige Kommunikationssysteme investiert.
„Das Ziel ist Resilienz durch Design", sagte er. „Systeme, die Störungen antizipieren, Kontinuität aufrechterhalten und Stress in strategischen Wert umwandeln."
Die frühere Umweltministerin Maria Antonia Yulo-Loyzaga unterstrich ebenfalls die Notwendigkeit einer stärkeren Zusammenarbeit zwischen Regierung und Privatsektor bei der Katastrophenrisikoreduzierung und nationalen Resilienzmaßnahmen.
REAKTION AUF KATASTROPHENRISIKEN
Im Namen von Verteidigungsminister Gilberto Teodoro, Jr. erklärte Frau Yulo-Loyzaga, dass die Philippinen weiterhin zu den Ländern gehören, die klimabezogenen und Katastrophenrisiken am stärksten ausgesetzt sind, die durch den Klimawandel und andere aufkommende Bedrohungen weiter verstärkt werden. Sie betonte, dass Katastrophenvorsorge, Reaktion und Erholung nicht allein auf die Regierung angewiesen sein können.
Frau Yulo-Loyzaga hob die Lehren aus vergangenen Katastrophen wie dem Supertaifun Yolanda und der COVID-19-Pandemie hervor, bei denen strukturierte Partnerschaften zwischen Regierungsbehörden, humanitären Gruppen und privaten Unternehmen in Logistik, Kommunikation und Krisenkoordination entscheidend waren.
Sie sagte, die Regierung arbeite nun an einem strategischen Rahmen zur Institutionalisierung der Beteiligung des Privatsektors am Katastrophen- und Störungsmanagement, der darauf abzielt, vorausschauende Maßnahmen, gezielte Reaktionen und frühzeitige Erholungsbemühungen zu stärken.
Sie ermutigte Unternehmen auch, über Spenden hinauszugehen und „strategische und proaktive Partner" beim Aufbau von Resilienz zu werden, indem sie Logistikunterstützung, Kommunikationssysteme, Notfallkompetenz und Risikomanagementfähigkeiten einbringen.
Laut Frau Yulo-Loyzaga ist die Regierung gleichermaßen bestrebt, die Koordinierung zu erleichtern und bürokratische und humanitäre Abläufe zu reduzieren.
Der frühere Innenminister Rafael M. Alunan III warnte ebenfalls, dass die Philippinen mit „konvergierenden Bedrohungen" durch interne Schwachstellen, geopolitische Spannungen, Klimawandel und biologische Bedrohungen konfrontiert sind, die zu weitreichenden Krisen führen könnten, wenn sie nicht sofort angegangen werden.
In seiner Rede sagte Herr Alunan, dass Korruption, politische Dynastien, Armut und mangelndes staatsbürgerliches Bewusstsein zu den größten Herausforderungen des Landes gehören, die die Fähigkeit der Gesellschaft schwächen, auf Krisen zu reagieren.
Er hob auch die zunehmenden Spannungen im Südchinesischen Meer und die Bedrohung durch den Klimawandel hervor, einschließlich eines möglichen Super-El-Niño, des Meeresspiegelanstiegs und der Zerstörung von Korallenriffen, die für die Ernährungssicherheit und die Lebensgrundlagen entscheidend sind.
Herr Alunan betonte, dass Gemeinschaften sich auf das vorbereiten müssen, was er ein „YOYO"- oder „You're On Your Own"-Szenario nannte, bei dem staatliche Hilfe und Unterstützung während einer weitreichenden Katastrophe oder eines Krieges verzögert sein könnten.
Er sagte, es sei wichtig, Gemeinschaftsresilienzrahmen zu haben, die sich auf klare Führung, ausreichende Wasser-, Lebensmittel- und Energieversorgung, Gesundheitsvorsorge und sozialen Zusammenhalt konzentrieren.
„Gemeinschaftsresilienz ist nicht nur ein Konzept des Katastrophenmanagements. Es ist eine Doktrin für das nationale Überleben", sagte Herr Alunan.
Er forderte die Öffentlichkeit, Unternehmen und lokale Gemeinschaften ebenfalls auf, sofortige Maßnahmen zu ergreifen und die Vorsorge zu stärken, bevor die nächste große Krise eintritt. — Pexcel John Bacon


