Ein US-Beamter hat bestätigt, dass das früher in diesem Jahr mit China geschlossene Handelsabkommen über Seltene Erden weiterhin in Kraft ist. Die Bestätigung erfolgt angesichts anhaltender Marktbedenken, ob das Abkommen, das monatelange Verhandlungen am Rande des Abgrunds erforderte, tatsächlich Bestand haben würde.
Wie es dazu kam
China dominiert die globale Produktion und Verarbeitung Seltener Erden und kontrolliert etwa 70 % der weltweiten Verarbeitungskapazität. Diese 17 metallischen Elemente sind unverzichtbar für die Herstellung von Halbleitern, Elektromotoren für Fahrzeuge, Windturbinen und fortschrittlichen Militärsystemen.
Chinas Bekanntmachung Nr. 61 von 2025 verhängte die bisher strengsten Exportkontrollen für Seltene Erden, mit Regelungen, die am 01.12.2025 in Kraft treten sollten. Der Schritt wurde weithin als direkte Reaktion auf eskalierende US-Zölle interpretiert und stellte eine erhebliche Verschärfung des wirtschaftlichen Drucks dar.
Am 11.05.2025 wurde in der Schweiz ein 90-tägiger Zollwaffenstillstand vereinbart, der beiden Seiten etwas Spielraum verschaffte. Die Präsidenten Trump und Xi Jinping erzielten anschließend bei einem Treffen im Oktober 2025 eine vorläufige Einigung. Finanzminister Scott Bessent kündigte daraufhin an, bis Thanksgiving ein umfassendes Versorgungsabkommen abzuschließen.
Das endgültige Rahmenwerk wurde am 11.06.2025 vereinbart. Demnach erklärte sich China bereit, seine Exportbeschränkungen für Seltene Erden für ein Jahr aufzuheben und bestimmte Zölle zu senken, wobei die Bedingungen für Seltene Erden auf den Stand vor April 2025 zurückgesetzt wurden. Im Gegenzug verpflichteten sich die USA zu erhöhten Käufen amerikanischer Sojabohnen durch chinesische Abnehmer und senkten ihrerseits bestimmte Zölle.
Was das für Investoren bedeutet
Amerikanische Aktien im Bereich Seltener Erden waren bereits deutlich gefallen, als sich die Spannungen vor dem Trump-Xi-Treffen entspannten. Investoren in Unternehmen wie MP Materials und andere inländische Seltene-Erden-Miner hatten einen Kursrückgang erlebt, da die Aussicht auf ein Abkommen den Druck zum Aufbau alternativer Lieferketten außerhalb Chinas verringerte.
Die einjährige Aufhebung der Exportbeschränkungen schafft ein natürliches Ablaufdatum. Wenn dieses Fenster sich schließt, wird Peking erneut die Option haben, das Angebot einzuschränken. China kontrolliert weiterhin etwa 70 % der globalen Verarbeitungskapazität, und das Abkommen setzt die Ausgangslage auf Vorkrisenbedingungen zurück, ohne diese grundlegende Dynamik zu verändern.
Die im Abkommen verankerte Sojabohnen-Verpflichtung signalisiert, dass diese Vereinbarungen zutiefst transaktionaler Natur bleiben. Jede Seite hat etwas Konkretes gegeben, und wenn eine der Parteien das Gefühl hat, bei der Umsetzung zu kurz zu kommen, könnte die Vereinbarung schneller auseinanderfallen, als die diplomatische Sprache vermuten lässt.
Quelle: https://cryptobriefing.com/us-china-rare-earths-deal-confirmed/








