Der legendäre Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones hält eine bullische Haltung gegenüber Aktien künstlicher Intelligenz aufrecht und behauptet, dass die aktuelle Rallye noch erheblichen Schwung hat. Bei seinem Auftritt am Donnerstag in CNBCs „Squawk Box" enthüllte Jones, dass er seine KI-Aktienpositionen kürzlich ausgebaut hat und erwartet, dass der Aufwärtstrend anhält.
Jones erklärte, sein Investitionsansatz konzentriere sich auf diversifizierte Aktienkörbe statt auf konzentrierte Positionen. „Ich bin ein Makro-Trader, daher kaufe ich einfach Körbe", bemerkte er.
Der Milliardär zog Vergleiche zwischen der heutigen KI-Revolution und zwei früheren technologiegetriebenen Produktivitätsexplosionen. Das erste Beispiel war Microsofts Aufstieg Anfang der 1980er Jahre. Die zweite Parallele war der kommerzielle Durchbruch des Internets um 1995.
Jones hob den Start von Anthropics Claude Code im Januar als analog zu Microsofts Debüt des Personal Computers im Jahr 1981 hervor. Laut Jones stellten beide Ereignisse Wendepunkte für die breite kommerzielle Umsetzung dar.
Jones identifizierte auffällige Ähnlichkeiten zwischen der aktuellen Marktdynamik und den Bedingungen Ende 1999, etwa zwölf Monate bevor Technologieaktien Anfang 2000 ihren Höchststand erreichten. Er stellte fest, dass zeitgenössische Bewertungskennzahlen und Gewinnindikatoren diesem Zeitraum stark ähneln.
Er verwies auf den bevorstehenden Wahlzyklus und den künftigen Federal-Reserve-Vorsitzenden Kevin Warsh als Katalysatoren, die möglicherweise akkommodierende Geldpolitik aufrechterhalten könnten, vergleichbar damit, wie Y2K-Ängste die Fed im Jahr 1999 einschränkten.
Jones signalisierte die Erwartung einer weiteren Marktwertsteigerung von 40 %, bevor ein zyklischer Höchststand erreicht wird.
Während er seine optimistische Perspektive beibehält, betonte Jones erhebliche Abwärtsrisiken. Er deutete an, dass eine schwere Korrektur wahrscheinlich wird, sobald die Börsenkapitalisierung auf 300 % bis 350 % des Bruttoinlandsprodukts steigt.
Jones äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der existenziellen Bedrohungen durch künstliche Intelligenz. Er argumentierte, dass staatliche Eingriffe durch Regulierung notwendig werden und dass unkontrollierte KI-Entwicklung ernsthafte Risiken für die Zivilisation birgt.
Jones gründete die Tudor Investment Corporation und leitet sie als Gründer und Chief Investment Officer. Er erlangte breite Anerkennung dafür, den Börsencrash am Schwarzen Montag 1987 erfolgreich vorhergesagt und davon profitiert zu haben.
Er ist derzeit Vorsitzender von Just Capital, einer gemeinnützigen Organisation, die börsennotierte U.S. Aktien anhand sozialer und ökologischer Leistungskriterien bewertet.
Jones präsentierte seine Analyse auf einer Konferenz vor seinem CNBC-Interview am Donnerstag. Er lehnte es ab, die spezifischen erworbenen KI-Wertpapiere oder den genauen Zeitpunkt der Transaktionen offenzulegen.
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