David Schwartz verkaufte einst 40.000 Ethereum-Token für je 1,05 $. Mit diesem Handel erzielte er 42.000 $. Dieselben Token sind heute rund 94 Millionen $ wert.
Es war keine einmalige Entscheidung. Schwartz, der ehemalige Chief Technology Officer von Ripple, hielt zu einem Zeitpunkt auch mehr als 1.000 Bitcoin. Er verkaufte den Großteil davon bei 1.000 $ pro Coin und räumte dann das meiste des Rests bei 7.500 $ ab.
Er hält nun weniger als einen BTC. Seine XRP-Geschichte folgt einem ähnlichen Verlauf — er verkaufte den Großteil seiner Bestände, als der Token 0,10 $ erreichte, da er nie geglaubt hatte, dass er auf 0,25 $ steigen würde.
Diese Offenbarungen haben in Teilen der XRP-Community Aufmerksamkeit erregt, wobei einige auf seine frühzeitigen Ausstiege als Beweis für schlechtes Urteilsvermögen hinweisen.
Die Kritik verschärfte sich kürzlich, als Schwartz öffentlich in Frage stellte, ob XRP jemals 100 $ oder 10.000 $ erreichen könnte — Kursziele, die viele in der Community als realistisch betrachten.
Seine Antwort kam auf X. Er widersprach der Idee, dass der Verkauf eines Assets jemanden weniger engagiert oder irgendwie schuldig macht.
Laut Schwartz hatte jeder Investor dieselbe Chance, XRP zu kaufen und zu verkaufen wie er. Er merkte auch an, dass er bei Bitcoin und Ethereum denselben Ansatz angewendet hatte und dass keiner dieser Verkäufe auf dasselbe Maß an Gegenreaktionen gestoßen war.
Schwartz ging noch weiter und sagte, er habe schon lange geglaubt, dass Menschen verkaufen sollten, wenn es ihnen finanziell nützt. Berichten zufolge führte er diese Ansicht auf seine frühen Tage in der Bitcoin-Community zurück, wo dieses Prinzip Teil der Kultur war, die ihn anzog.
Ein Community-Mitglied argumentierte, dass Entwickler die Pflicht hätten, die mit ihren Projekten verbundenen Token zu halten. Schwartz lehnte diese Begründung rundheraus ab und nannte sie unlogisch. Er bestätigte jedoch, dass er immer noch mehr als 1 Million XRP hält.
Die 10.000-$-FrageIn der Preisdebatte bot Schwartz ein marktbasiertes Argument an. Basierend auf Berichten aus seinen jüngsten Beiträgen sagte er, dass wenn eine Gruppe wohlhabender Investoren wirklich glaubte, XRP hätte auch nur eine 1%ige Chance, 10.000 $ zu erreichen, sie bereits eingestiegen wären. Dieser Kaufdruck hätte, so argumentierte er, den Preis bis jetzt auf mindestens 20 $ getrieben.
Einige Community-Mitglieder glauben ihm das nicht. Sie verweisen auf seine frühere Skepsis gegenüber 0,25 $ — ein Niveau, das XRP inzwischen überschritten hat — als Grund, seine aktuelle Einschätzung des Potenzials des Assets in Frage zu stellen.
Schwartz hat seine Position nicht revidiert.
Titelbild von Bitpanda, Chart von TradingView

