Südkoreas zwei führende Krypto-Börsen stehen nun unter der Lupe. Die Korea Personal Information Protection Commission hat eine formelle Untersuchung eingeleitet gegenSüdkoreas zwei führende Krypto-Börsen stehen nun unter der Lupe. Die Korea Personal Information Protection Commission hat eine formelle Untersuchung eingeleitet gegen

Südkorea untersucht Upbit und Bithumb wegen grenzüberschreitender Datenweitergabe

2026/04/30 16:42
3 Min. Lesezeit
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Südkoreas zwei größte Krypto-Börsen stehen jetzt unter der Lupe. Die Korea Personal Information Protection Commission hat eine formelle Untersuchung gegen Upbit und Bithumb eingeleitet. Die zentrale Frage dabei: Haben diese Börsen illegal Nutzerdaten mit ausländischen Partnern geteilt? Die Untersuchung befindet sich nun in ihrer letzten Phase. Schriftliche Anfragen sind abgeschlossen. Vor-Ort-Inspektionen sind abgeschlossen. Nur eines steht noch aus: die Entscheidung über Sanktionen.

Was die Untersuchung ausgelöst hat

Das Problem begann mit dem Teilen von Auftragsbüchern. Sowohl Upbit als auch Bithumb teilen Auftragsbücher mit ausländischen Börsen, um die Liquidität zu erhöhen und den Handel reibungsloser zu gestalten. Das ist eine gängige Praxis. Aber aktuelle Nachrichten aus Südkorea enthüllen, dass sich in diesem Prozess ein ernstes rechtliches Problem verbirgt.

Wenn Nutzeridentifikationsinformationen in diesen geteilten Auftragsbüchern enthalten sind, gilt dies als grenzüberschreitende Übertragung personenbezogener Daten. Dies fällt unter das südkoreanische Gesetz zum Schutz personenbezogener Informationen, das die Zustimmung der Nutzer erfordert. Ohne diese könnten die Börsen gegen das Gesetz verstoßen haben. Derzeit teilt Upbit sein USDT-Marktauftragsbuch mit Upbit APAC in Südostasien. Bithumb hat sein Auftragsbuch zuvor mit Steller, einer australischen Börse, geteilt. Beide Vereinbarungen stehen nun unter genauer Beobachtung.

Aktueller Stand der Untersuchung

Die Commission hat schnell gehandelt. Seit Anfang 2026 haben die Ermittler sowohl schriftliche als auch Vor-Ort-Überprüfungen der Datenpraktiken von Upbit und Bithumb durchgeführt. Der Prozess ist nun im Wesentlichen abgeschlossen. Ein Kommissionsbeamter erklärte klar: „Wir planen, die Untersuchungsergebnisse in der zweiten Jahreshälfte abzuschließen." Das bedeutet, dass eine Entscheidung bald bevorsteht. Je nach den Ergebnissen könnten Sanktionen folgen. Dies sind aktuelle Nachrichten aus Südkorea, die die gesamte Krypto-Branche genau beobachtet. Das Ergebnis wird einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie Börsen in Zukunft mit grenzüberschreitenden Daten umgehen.

Bithumb kämpft mit mehr als nur dieser Untersuchung. Finanzbehörden untersuchen separat die Praktiken der Börse beim Teilen von Auftragsbüchern nach einem anderen Gesetz – dem Gesetz über die Meldung und Nutzung spezifischer Finanztransaktionsinformationen. Darüber hinaus leitet Bithumb rechtliche Schritte gegen Finanzbehörden wegen Sanktionen ein, die mit einer teilweisen Aussetzung des Betriebs zusammenhängen. Eine Gerichtsentscheidung im Bithumb-Unglücksfall wird bald erwartet. Bithumb kämpft also gleichzeitig an zwei Fronten. Das erhöht den Druck in einer ohnehin schon komplizierten Situation noch weiter.

Was das für Südkoreas Krypto-Branche bedeutet

Dieser Fall geht über Upbit und Bithumb hinaus. Er betrifft jede Börse, die in Südkorea tätig ist und Daten mit ausländischen Partnern teilt. Wenn die Commission gegen diese beiden Giganten entscheidet, muss die gesamte Branche überdenken, wie sie mit Liquiditätsaufteilung und internationalem Datenfluss umgeht. Für Nutzer ist das eigentlich eine gute Nachricht. Es bedeutet, dass Regulierungsbehörden aufmerksam sind. Der Schutz personenbezogener Daten wird ernst genommen, auch in schnelllebigen Bereichen wie Krypto. Südkorea war schon immer einer der aktivsten Krypto-Märkte der Welt. Wie diese Untersuchung endet, wird die Spielregeln für jede dort tätige Börse prägen.

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