Am 01.04. brachte die Hack Seasons Conference in Cannes Branchenführer zusammen, um die neuesten Entwicklungen und Chancen bei institutionellen digitalen Assets zu erkunden.
Zu den herausragenden Sitzungen gehörte ein Panel mit dem Titel „Die Zukunft der Handelsplätze", das untersuchte, wie sich die Handelsinfrastruktur weiterentwickelt, um sowohl Privat- als auch institutionelle Teilnehmer besser zu bedienen. Moderiert von Nathan Chow, Global CEO von BitMart, umfasste die Diskussion Côme Prost-Boucle, Listings International Expansion Lead bei Coinbase; Charles Guillemet, CTO bei Ledger; Fernando Lillo, Marketing Director bei Zoomex; Tika Lum, Head of Global Business Development bei KuCoin; Dorian Vincileoni, Head of Regional Growth bei Kraken; und George V, Strategic Partnership Lead bei 0G.
Die Redner analysierten den Aufstieg hybrider Marktmodelle, die anhaltenden Herausforderungen der Cross-Venue-Liquiditätsfragmentierung und die zunehmend wichtige Rolle kombinierter zentralisierter und dezentralisierter Infrastruktur bei der Gestaltung des institutionellen Orderflusses.
Das Panel begann mit einer breiten, aber aktuellen Frage: Was machen zentralisierte Börsen immer noch besser als Onchain-Plattformen, und wo liegt Onchain eindeutig vorn? Von Anfang an rahmten die Redner die Debatte nicht als einfache „CEX versus DEX"-Rivalität ein, sondern als fortlaufende Neugestaltung der Marktstruktur.
Zunächst waren sie sich einig, dass zentralisierte Plattformen bei Compliance, Vertrauen, tiefer Liquidität, Ausführungsqualität, Risikomanagement und Benutzererfahrung weiterhin führend sind. Mehrere Diskussionsteilnehmer verwiesen auf regulierte Märkte, Verwahrung und institutionelles Onboarding als Bereiche, in denen zentralisierte Plattformen die praktische Standardlösung bleiben. Onchain hingegen wurde für das gelobt, was es am besten kann: Programmierbarkeit, Kompositionsfähigkeit, Transparenz, Selbstsouveränität und die Fähigkeit, Werte zu bewegen, ohne Vermögenswerte an Drittanbieterplattformen zu übergeben.
Das Gespräch verlagerte sich dann auf hybride Modelle und Liquiditätsfragmentierung. Anstatt zu fragen, ob der Handel vollständig zentralisiert oder vollständig onchain sein sollte, beschrieben die Redner eine Zukunft, in der jede Ebene dort platziert wird, wo sie am besten funktioniert. Identität, Compliance, Verwahrung und Onboarding wurden wiederholt als Funktionen beschrieben, die wahrscheinlich zentralisiert bleiben werden, während Tokenisierung, Zahlungen, Abwicklung und andere effizienzgetriebene Komponenten onchain verlagert werden. Dies führte natürlich zu einer Diskussion darüber, warum hybride Produkte langsamer auf den Markt gekommen sind: Sie sind technisch möglich, aber oft zu komplex für Privatnutzer und immer noch durch Regulierung eingeschränkt.
Von dort aus bewegte sich das Panel zur Liquiditätsfragmentierung und Routing. Die Redner führten die Fragmentierung auf Blockchain-Skalierungsgrenzen, den Aufstieg mehrerer Chains und die Explosion von Layer-2-Lösungen zurück. Ihre Ansicht war, dass sich der Markt schließlich konsolidieren wird, mit weniger erfolgreichen Chains und weniger verschwendeter Infrastruktur. Sie diskutierten auch, ob Blockplatz immer noch ein überzeugender Grund ist, neue Chains zu starten, wobei mehrere Diskussionsteilnehmer vorschlugen, dass der eigentliche Kampf jetzt um Anwendungsfälle und nicht um Infrastruktur geht.
Einer der energischsten Abschnitte konzentrierte sich auf Prognosemärkte. Das Panel untersuchte, ob diese Produkte Glücksspiel, Informationsmärkte oder etwas dazwischen sind. Einige beschrieben sie als rationaleren Weg, Unsicherheit zu bewerten, während andere ihre Attraktivität für Privatnutzer betonten, die von Narrativen, Spekulation und Unterhaltung angezogen werden. Institutionelle Benutzer wurden jedoch durchweg so dargestellt, als ob sie diesen Märkten mit weitaus mehr Struktur, Analyse und regulatorischer Vorsicht begegnen.
Die Diskussion konvergierte schließlich zu einem zukunftsorientierten Thema: dem Kampf um institutionelle Ströme. Mit Blick auf fünf Jahre im Voraus argumentierten die Redner, dass erfolgreiche Plattformen diejenigen sein werden, die Verwahrung, Handel, Finanzierung, Compliance und Liquidität in einen einheitlichen Stack integrieren und gleichzeitig traditionelle Finanzen und krypto-native Märkte überbrücken. Die abschließende Erkenntnis war, dass die Branche ihre experimentelle Phase hinter sich lässt – Glaubwürdigkeit, Infrastrukturqualität und institutionelles Vertrauen sind jetzt die entscheidenden Kampffelder.
Der Beitrag CEX Vs Onchain Is Over—The Real Fight Is For Institutional Flow And Market Control, Say Panelists At HSC Cannes erschien zuerst auf Metaverse Post.


