In einem exklusiven Interview mit BlockchainReporter haben wir uns mit Gracie Lin, der Chief Executive Officer (CEO) von OKX SG, zusammengesetzt. In dem Interview haben wir über die mit Spannung erwartete Einführung der OKX Card in Singapur gesprochen – eine erstmalige Stablecoin-betriebene Debitkarte, die so konzipiert ist, dass alltägliche Krypto-Ausgaben so nahtlos wie die Verwendung unseres traditionellen Geldes werden.
Wir haben auch die Vision hinter der OKX Card und ihre tiefe Integration mit OKX Pay sowie die Art und Weise, wie Partnerschaften mit Visa und StraitsX neue Maßstäbe in Singapurs sich schnell entwickelnder Web3-Zahlungslandschaft setzen, enthüllt. Von der Selbstverwahrung bis hin zu null FX-Aufschlägen hat uns Gracie Lin aufgeklärt, wie OKX SG leise, aber selbstbewusst die Regeln der Stablecoin-Nutzung im Stadtstaat neu schreibt.
Die Motivation ist einfach: Stablecoins sollten genauso einfach auszugeben sein wie jede andere Geldform. Die OKX Card ist nativ mit OKX Pay verbunden, unserer selbstverwahrenden Zahlungsfunktion, was bedeutet, dass Kunden Stablecoins in ihrem eigenen Wallet halten und sie direkt ausgeben können – kein Konvertierungsschritt, keine Überweisung auf ein Drittanbieterkonto. Die Integration macht OKX Pay zur Ausgabenschicht für Stablecoins und verwandelt einen Wertspeicher in ein praktisches, alltägliches Zahlungsinstrument.
Die wesentlichen Unterschiede sind Verwahrung, Compliance und Kosten. Kunden behalten die volle Kontrolle über ihre Mittel durch OKX Pay – wir verwahren keine Vermögenswerte in ihrem Namen. Die Abwicklung erfolgt konform über Visa und StraitsX, wobei letzteres ein reguliertes Unternehmen ist. Und es gibt keine FX-Aufschläge bei internationalen Ausgaben, was ein echter Kostenvorteil ist.
Sie lösen jeweils einen bestimmten Teil des Problems. Visa bietet das globale Händlernetzwerk und die Karteninfrastruktur – die Schienen, die unsere Kunden mit Millionen von Händlern weltweit verbinden. StraitsX ist ein regulierter Zahlungsdienstleister, der die konforme Konvertierung von Stablecoins in lokale Fiat-Währung am Point of Sale abwickelt. Zusammen stellen sie sicher, dass jede Transaktion sowohl technisch nahtlos für den Benutzer als auch vollständig konform mit Singapurs regulatorischen Anforderungen ist. Keines funktioniert ohne das andere.
Die OKX Card funktioniert überall, wo Visa akzeptiert wird – was über 150 Länder und Millionen von Händlern bedeutet, online und im Geschäft. Kunden können im Geschäft tippen, Apple Pay oder Google Pay für kontaktlose Zahlungen verwenden oder Kartendaten für Online-Käufe eingeben. Internationale Ausgaben haben keine FX-Aufschläge, sodass Kunden zum Visa-Wechselkurs zahlen, unabhängig davon, wo sie sich befinden. Für jeden, der häufig reist oder grenzüberschreitend einkauft, ist das neben der Bequemlichkeit ein bedeutender finanzieller Vorteil.
Die OKX Card ist mit OKX Pay verbunden, einem selbstverwahrenden Wallet – was bedeutet, dass Kunden ihre eigenen Stablecoins halten, anstatt sie uns anzuvertrauen. Mittel werden nur im Moment einer Transaktion bewegt, die vom Karteninhaber initiiert wird.
Wenn ein Kunde einen Kauf in einer Fremdwährung tätigt, werden die Stablecoins in seinem OKX Pay Wallet zum Visa-Wechselkurs in die lokale Fiat-Währung des Händlers konvertiert – derselbe Kurs, der vom zugrunde liegenden Netzwerk verwendet wird, ohne dass OKX einen zusätzlichen Aufschlag erhebt. Ein 0,1% Asset-Konvertierungsspread kann in einigen Fällen anfallen, wird aber im Voraus offengelegt.
OKX Card-Inhaber genießen die gesamte Palette der Visa Platinum-Vorteile, die mit der Kartenstufe einhergehen. Für die aktuellsten und vollständigsten Details darüber, was enthalten ist – wie Reisevorteile, Händlerangebote und Concierge-Services – empfehlen wir Kunden, die für sie geltenden Visa Platinum-Vorteile zu überprüfen.
Die OKX Card ist bereits in einigen anderen Regionen verfügbar, wie zum Beispiel in Europa. Da das Unternehmen die Kartenausgabe auf andere Märkte ausweiten möchte, werden wir denselben Ansatz verfolgen, der unser Wachstum in Singapur geleitet hat: lokal aufbauen, verantwortungsbewusst aufbauen und starten, wenn die Bedingungen stimmen.
Compliance ist in die Produktarchitektur eingebaut, nicht nachträglich angeschraubt. Die Abwicklung wird von Visa und StraitsX abgewickelt, wobei letzteres ein lokal reguliertes Unternehmen ist, das sicherstellt, dass jede Stablecoin-zu-Fiat-Konvertierung die Anforderungen erfüllt.
Wir sind derzeit nicht in der Lage, spezifische Roadmap-Details zu teilen, aber unsere Richtung ist klar: Wir möchten die Nützlichkeit von OKX Pay und OKX Card im Laufe der Zeit erweitern, sowohl in Bezug auf die unterstützten Stablecoins als auch auf die über das Wallet zugänglichen Finanzfunktionen. Zahlungen sind der Ausgangspunkt. Die längerfristige Vision ist eine selbstverwahrende Plattform, auf der Kunden ihre digitalen Vermögenswerte halten, ausgeben und einsetzen können – alles innerhalb einer konformen, benutzerfreundlichen Erfahrung.
Die OKX Card ist nicht nur eine Krypto-Debitkarte, sie stellt einen bewussten und gut konzipierten Schritt dar, um Stablecoins zu einer echten und gültigen Alltagswährung zu machen. Mit Selbstverwahrung als Kern, regulatorischer Compliance, die in ihre Infrastruktur eingebacken ist, und dem globalen Händlernetzwerk von Visa als Rückgrat, ist OKX darauf eingestellt, ein langfristiges Spiel zu spielen.
Gracie Lin machte deutlich, dass Zahlungen nur der Anfang sind. Die breitere Ambition ist eine selbstverwahrende Finanzplattform, auf der Nutzer ihre digitalen Vermögenswerte halten, ausgeben und vermehren können, ohne Kompromisse bei Compliance und Bequemlichkeit einzugehen.


