Stablecoins verarbeiteten 2025 28 Billionen US-Dollar und könnten auf 1,5 Billiarden skalieren, da sich Akzeptanz und Vermögensverschiebungen beschleunigen.
Stablecoins entwickeln sich rasant über den Krypto-Handel hinaus in die reale Wirtschaftsaktivität. Zahlungen, Überweisungen und Abrechnungen bilden nun einen wachsenden Anteil des On-Chain-Volumens. Neue Prognosen deuten darauf hin, dass die aktuellen Akzeptanztrends möglicherweise nur an der Oberfläche kratzen. Ein aktueller Bericht von Chainalysis weist auf eine strukturelle Verschiebung hin, die globale Zahlungen neu definieren könnte.

Bereinigte Daten deuten darauf hin, dass Stablecoins 2025 etwa 28 Billionen US-Dollar an realem Wirtschaftsvolumen verarbeiteten. Laut Chainalysis schließt diese Zahl aufgeblähte Aktivitäten wie Bot-gesteuerte Transfers, Liquiditätsbereitstellung und MEV-bezogene Flüsse aus. Stattdessen erfasst sie echte Anwendungsfälle wie Zahlungen, Überweisungen und Abrechnungen.
Seit 2023 ist das bereinigte Stablecoin-Volumen mit einer jährlichen Wachstumsrate von 133 % gestiegen. Selbst ohne größere externe Treiber deuten Prognosen auf etwa 719 Billionen US-Dollar jährliches Volumen bis 2035 hin. Allein diese Basislinie signalisiert eine große Verschiebung in der Art und Weise, wie Werte global bewegt werden.
Zwei strukturelle Kräfte könnten die Akzeptanz weit über diese Basislinie hinaus treiben:
Unter Berücksichtigung dieser Dynamiken ändert sich der Ausblick erheblich. Stablecoin-Volumen könnten bis 2035 bis zu 1,5 Billiarden US-Dollar erreichen. Dies würde die heutigen geschätzten 1 Billiarde US-Dollar an grenzüberschreitenden Zahlungen übertreffen.
Um 2028 werden Millennials und die Generation Z voraussichtlich zu den dominierenden Wirtschaftsgruppen in Nordamerika und Europa. Diese Generationen sind vertrauter mit Krypto-Vermögenswerten und digitalen Finanztools. Ihre Präferenzen werden wahrscheinlich künftige Zahlungssysteme prägen.
Bildquelle: Chainalysis
Gleichzeitig ist ein historischer Vermögenstransfer im Gange. Schätzungen zufolge werden in den kommenden Jahrzehnten bis zu 100 Billionen US-Dollar von älteren auf jüngere Generationen übergehen. Allein diese Verschiebung könnte laut Bericht bis 2035 geschätzte 508 Billionen US-Dollar zu den jährlichen Stablecoin-Transaktionsvolumen hinzufügen.
Analysten glauben, dass eine verstärkte Stablecoin-Nutzung das Wachstum in Kreditmärkten, tokenisierten realen Vermögenswerten und On-Chain-Finanzprodukten unterstützen könnte. Treasury- und Liquiditätsmanagementsysteme könnten ebenfalls beginnen, Stablecoin-Schienen zu integrieren, während die Akzeptanz sich vertieft.
Traditionelle Finanzinstitute stehen unter zunehmendem Druck. Diese Trends zu ignorieren, birgt das Risiko, an Relevanz zu verlieren, da Kapital und Nutzer zu Blockchain-basierten Systemen migrieren. Die Anpassung an Stablecoin-getriebene Flüsse könnte in den kommenden Jahren weniger eine Wahlmöglichkeit als vielmehr eine Anforderung werden.
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